In Müller-Drogerie: Kundin sticht plötzlich mit Küchenmesser auf Verkäufer ein

Die Frau wird in einem Drogeriemarkt beim Diebstahl erwischt und zieht plötzlich ein Messer. Die Staatsanwaltschaft deklariert den Fall als versuchtes Tötungsdelikt.
Ralph Hub
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Nach Angaben eines Polizeisprechers stach die Kundin mit einem großen Küchenmesser auf einen 31-jährigen Angestellten der Drogerie ein. (Symbolbild)
Nach Angaben eines Polizeisprechers stach die Kundin mit einem großen Küchenmesser auf einen 31-jährigen Angestellten der Drogerie ein. (Symbolbild) © Stefan Puchner/dpa

Eine Kundin hat am Montag (26. Januar) im Müller-Drogeriemarkt in der Sonnenstraße einen Mitarbeiter mit einem Küchenmesser angegriffen und schwer verletzt. Die Mordkommission ermittelt gegen die 24-Jährige wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Beim Diebstahl ertappt: Kundin zückt großes Küchenmesser 

Eine Angestellte des Drogeriemarktes hatte gegen 18.30 Uhr beobachtet, wie die Frau mehrere Parfümfläschchen aus den Regalen nahm. Die 24-Jährige legte die Ware aber nicht in einen Korb oder Einkaufswagen, sondern steckte sie in ihren Rucksack.

Um Missverständnisse zu vermeiden, bat die Mitarbeiterin die Frau, die Produkte aus dem Rucksack zu nehmen. Die 24-Jährige reagierte wütend. Es kam zwischen ihr und der Verkäuferin zum Streit. Die Angestellte bat eine Kollegin und einen Kollegen um Unterstützung.

Mitarbeiter erleidet Schnittwunden an Hüfte und Hand

Plötzlich griff die Kundin in ihren Rucksack und holte ein großes Küchenmesser hervor. Mit dem stach sie nach Angaben eines Polizeisprechers auf einen 31-jährigen Angestellten ein.

Der Mitarbeiter wich der Angreiferin aus und versuchte, das Messer mit der Hand beiseite zu schlagen. Dabei erlitt er Schnittwunden an der Hüfte und an der Hand.

Verdächtige ist bereits wegen Diebstahls aufgefallen

Den beiden Verkäuferinnen gelang es schließlich, die Angreiferin zu überwältigen und auf dem Boden festzuhalten, bis die Polizei eintraf. Die Beamten nahmen die 24-Jährige fest. Sie wurde in die Haftanstalt des Präsidiums gebracht.

Die Verdächtige ist bereits früher wegen Diebstahls aufgefallen. Die 24-Jährige stammt ursprünglich aus Polen und hat keinen festen Wohnsitz in München.

Psychische Probleme: Unterbringungsbeschluss für Angreiferin? 

Wegen psychischer Probleme war die Frau nach Polizeiinformationen bereits früher aufgefallen. Offenbar wurde auch schon eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik beantragt. Am Dienstag war zunächst allerdings noch nicht bekannt, ob wegen des Messerangriffs beim zuständigen Ermittlungsrichter ein Unterbringungsbeschluss für die 24-Jährige beantragt wird.

Medizinisches Gutachten wird erstellt 

Demnach müsste die Frau auf die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik gebracht werden. Bei einem Haftbefehl würde die Verdächtige an die JVA Stadelheim überstellt und in U-Haft kommen.

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Vorher müsse die Frau entsprechend medizinisch begutachtet und untersucht werden, hieß es am Dienstagnachmittag im Präsidium. Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe war die Entscheidung des Ermittlungsrichters über die Unterbringung in einer Klinik noch nicht gefallen.

Staatsanwaltschaft deklariert Fall als versuchtes Tötungsdelikt

Anfangs war gegen die 24-Jährige lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt worden. Inzwischen hat die zuständige Staatsanwaltschaft München I entschieden, den Fall zu einem versuchten Tötungsdelikt hochzustufen.

Der 31-jährige Angestellte, der bei dem Angriff mehrere Stich- und Schnittverletzungen im Bauchbereich erlitten hatte, wurde vom Rettungsdienst versorgt und dann zur weiteren ambulanten Versorgung in eine Klinik gebracht.

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