Hans-Mielich-Platz: Hier soll es werden wie in Lissabon

Wie ein junger Mann mit einem Pavillon wie in Portugal mehr Leben auf den Untergiesinger Hans-Mielich-Platz bringen will.
| Eva von Steinburg
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So könnte es schon bald am Platz aussehen.
Studio Miniplus So könnte es schon bald am Platz aussehen.

Giesing - In München gibt es den Chinesischen Turm, das Teehaus im Englischen Garten und die thailändische Pagode im Westpark. "Ein portugiesischer Pavillon aus Lissabon fügt sich da gut ein, glaube ich", meint Sebastian Weisenburger (Grüne), der neue Chef im Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching.

Die Ecke dafür, im Norden des Hans-Mielich-Platzes, liege "etwas brach". Ein Kiosk als "schöner Treff" soll sie "behutsam" beleben: "Da ist Platz. Und an vielen Tagen, wenn kein Wochenmarkt ist und keine Familien da sind, ist der große Platz definitiv leer", sagt der Vater von zwei kleinen Kindern. Sein Gremium unterstützt das charmante neue Kiosk-Projekt eines Familienvaters aus Untergiesing.

Hans-Mielich-Platz: Bisher wird hier "to go" getrunken

Hartnäckig kämpft Julian Göttlicher (38) für seinen portugiesischen Getränke- und Snack-Pavillon in Retro-Optik: "Ich habe mich in diese Kioske verliebt. In Lissabon und Porto stehen die nostalgischen und verschnörkelten Pavillons auf jedem größeren Platz. Jung und Alt tauschen sich hier aus. Das fehlt am Hans-Mielich-Platz!", findet er.

Nicht nur junge Eltern, deren Kinder hier gerade Radlfahren lernen, auch die Bewohner des Altenheims St. Franziskus fänden die Kiosk-Idee "supergut". Göttlicher hat niemanden im Viertel getroffen, der dagegen war, erzählt er. Den Produktmanager bei BMW stört zur Zeit, dass die Leute am Hans-Mielich-Platz sich oft den Kaffee "to go" holen oder eine Breze in die Hand. "Das ist auch ein Müllproblem", hat er beobachtet.

Im portugiesischem Pavillon soll es Limo, Snacks und Wein geben

Nur 3,50 Meter Durchmesser soll der runde Metall-Pavillon samt Vordach einmal haben, dazu zehn Tische mit rund 30 Sitzplätzen. Der mühsame Hürdenlauf durch die Münchner Ämter hat schon vor einem Jahr begonnen. Wenn die Lokalbaukommission aber ihr "Go" gibt, könnte eine portugiesische Firma den charmanten Kiosk schon in drei Monaten liefern: "Ich stehe in den Startlöchern, brauche noch einen Wasseranschluss und einen Stromanschluss", sagt Göttlicher.

So könnte es schon bald am Platz aussehen.
So könnte es schon bald am Platz aussehen. © Studio Miniplus

In der Sommerstraße betreibt er bereits einen Getränkemarkt plus Eis-am-Stil-Verkauf. In seinem portugiesischen Kiosk soll es Limo geben, Snacks und Wein und Backgammon-Spiele zum Ausleihen – für alle, die einfach Verweilen wollen, bis die Abendsonne weg ist – was sie auch ausdrücklich sollen.

"Das Kiosk-Geschäft ist mehr tagsüber und nicht besonders laut"

Donnerstags, auf dem Wochenmarkt am Hans-Mielich-Platz, deckt sich der neue BA-Chef Sebastian Weisenburger immer mit Brot, Käse und Gemüse ein. Er träumt davon, im nächsten Jahr am portugiesischen Retro-Kiosk eine Spezi oder ein Bier zu trinken. Vor zu viel "Rambazamba", wie am Reichenbachkiosk, und vor Beschwerden der Anwohner hat er in Untergiesing keine Angst. "Zu uns ins Wohngebiet kommen keine Touristen. Das Kiosk-Geschäft ist mehr tagsüber und nicht besonders laut."

Eine Boulderwand für Kinder wird im nördlichen Eck des Platzes gebaut. Wenn die Stadt dem Kiosk zustimmt, dann reißen die Bagger das Pflaster hier nicht zwei Mal auf. Julian Göttlicher, Vater von zwei Kindern (vier Monate und drei Jahre), hofft: "Im nächsten Frühjahr öffnen, das wäre fein!"

Lesen Sie auch: Pavillon in Giesing? Konzept mit Zukunft

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