Griechische Schule in Berg am Laim: CSU will Projekt beenden

Die CSU will das Projekt Griechische Schule umgehend beenden. Die anderern Parteien ziehen nicht mit.
| Gaby Mühlthaler
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So steht sie da, die nicht einmal halbfertige Griechische Schule. Und wie es ausschaut, wird sich daran auch vorerst nichts ändern.
gm So steht sie da, die nicht einmal halbfertige Griechische Schule. Und wie es ausschaut, wird sich daran auch vorerst nichts ändern.

München/Berg am Laim - Es muss endlich Schluss sein mit der Posse um die Griechische Schule in Berg am Laim, deren Rohbauruine an der Hachinger-Bach-Straße vor sich hin gammelt. Da sind sich alle im Bezirksausschuss einig.

Trotzdem stimmte das Gremium dem CSU-Antrag, das Projekt unverzüglich zu beenden und den Griechen ein Ersatzgrundstück anzubieten, erst mal nicht zu. Wie berichtet, sollte der Bau seit Jahren fertig sein, laut Vertrag fiel das Grundstück längst an die Stadt zurück. Die Griechen aber rissen alle Fristen und erklärten den Grund dann einfach zu ihrem Hoheitsgebiet.

CSU will Projekt Griechische Schule beenden

Um eine langen völkerrechtlichen Rechtsstreit zu vermeiden, würde die CSU den Hellenen gerne ein Areal im Bereich der SEM-Nordost (Städtebauliche Siedlungsmaßnahme) in Bogenhausen anbieten. Wie berichtet, hatte dies kürzlich der Landtagsabgeordnete Robert Brannekämper (CSU) bei Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) angeregt, der wiederum auf Druck aus Berlin eine gemeinsame Lösung (griechische und Münchner Schule) in Berg am Laim anstrebt.

Bei einem privaten Athen-Besuch hatten Brannekämper und Fabian Ewald, der CSU-Sprecher des BA, mit dem Zuständigen im dortigen Kultusministerium sowie einem Vertreter der Oppositionspartei Nea Democratia gesprochen. Die hätte laut Umfragen bei vorgezogenen Neuwahlen gute Chancen auf die Regierungsverantwortung.

Weder beim OB noch beim Bezirksausschuss allerdings kamen die Infos, die Brannekämper und Ewald aus Athen mitbrachten, sonderlich gut an. Während der OB eher verschnupft erklärte, er spreche nur mit legitimierten Vertretern Griechenlands, wie beispielsweise der Konsulin, wollten die BA-Mitglieder keinem Antrag zustimmen, der Bogenhausen tangiert.

"Es ist gute Tradition, dass wir nichts zu anderen Stadtteilen beschließen", erklärte BA-Chef Robert Kulzer (SPD). Hubert Kragler (Grüne) monierte, dass zwei "Privatpersonen" zu Gesprächen nach Griechenland geflogen seien. "In wessen Namen haben die verhandelt?"

Brannekämper klärte auf, man habe sich vor Ort informiert, "um das Problem bei der Wurzel zu fassen. Auch die Konsulin, mit welcher der OB verhandelt, ist keine diplomatische Vertretung! Das ist der Botschafter in Berlin!" Man müsse die Fläche schnellstens für dringliche Münchner Schulbauten frei bekommen. Dem CSU-Antrag will der BA aber erst zustimmen, wenn Bogenhausen einverstanden ist. Für Brannekämper ist jetzt der OB am Zug: "Reiter soll endlich zugeben, dass er mit seinem Schlingerkurs das Thema Griechische Schule völlig verbockt hat und dringend seinen fatalen Kurs ändern muss!"

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