Griechische Schule in Berg am Laim

Was der Abgeordnete Robert Brannekämper bei einer Reise nach Griechenland erlebt hat.
| Gaby Mühlthaler
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Robert Brannekämper in Athen mit seinen griechischen Gesprächspartnern.
ho Robert Brannekämper in Athen mit seinen griechischen Gesprächspartnern.

Berg am Laim - Der alte und neue Bogenhauser Landtagsabgeordnete Robert Brannekämper (CSU), auch zuständig für Berg am Laim, geht den Dingen gern auf den Grund. So hat er mit dem CSU-Sprecher des Berg am Laimer Bezirksausschusses, Fabian Ewald, einen privaten Kurztrip nach Athen gemacht, um aus erster Hand Infos zur Bauruine der Griechischen Schule neben dem Michaeli-Gymnasium zu bekommen.

Wie berichtet, gammelt die vor sich hin, obwohl der Bau laut Vertrag schon 2012 bezugsfertig sein sollte, weitere Fristen verstrichen und die Griechen das Areal nun an die Stadt zurückgeben müssten.

Nach einer Intervention von Bundespräsident Steinmeier ringt Münchens OB Dieter Reiter (SPD) jetzt um den Kompromiss, dort ein Gymnasium sowie eine abgespeckte Version der griechischen Schule zu bauen – bis Ende März hat der Stadtrat eine Galgenfrist eingeräumt. Doch was sagen die Zuständigen in Athen? "Von Pafsanias Papageorgiou, dem zuständigen Generalsekretär im griechischen Kultusministerium erfuhren wir, dass man weiter am Bau einer Schule für rund 1250 Schüler interessiert ist", sagt Robert Brannekämper zur AZ.

Keine Klärung bis März 2019?

Für den Kompromiss mit griechischer und deutscher Schule sei das Areal am Hachinger Bach aber zu klein. Laut Papageorgiou würde man auch auf einen anderen Standort ausweichen, den die Stadt aber nicht anbiete. Ganz anders äußerte sich laut Brannekämper Savvas Anastasiadis von der Nea Demokratia, welche nach Umfragen zu vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland gute Chancen hat, den nächsten Präsidenten zu stellen.

Anastasiadis habe verdeutlicht: "Wir wollen bauen wie ursprünglich geplant und nur an der Hachinger-Bach-Straße!" Für Brannekämper das Signal, dass bis März 2019 nichts geklärt sein wird. "Selbst bei einem Kompromiss sieht es die nächste Regierung ganz anders!"

Brannekämper fordert, die Stadt solle endlich einen Schlussstrich unter die ewigen Verhandlungen ziehen und den Weg für die dringend benötigten Schulbauflächen frei machen. Seine Idee: eine deutsch-griechische Schule im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) in Johanneskirchen. Das dauere zwar noch ein Jahrzehnt, doch dann hätten die Griechen vielleicht wieder die nötigen Finanzmittel: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Griechenland jetzt Geld ins reiche Bayern pumpt, wo nicht mal die Menschen daheim zurechtkommen!"

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