Berg am Laim: Antisemitische Parolen und Nazi-Symbole auf geparktem Auto angebracht

Ein 32-Jähriger findet morgens   judenfeindliche Sprüche auf dem Auto.
Hüseyin Ince
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Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall.
Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall. © dpa

Berg am Laim - Was einem Münchner aus der jüdischen Gemeinschaft am Samstagmorgen kurz vor zehn Uhr entgegengeschlug, als er seine Scheiben freikratzen wollte, war blanker Hass.

Der 32-Jährige ging in der Ampfingstraße auf sein Auto zu und sah von weitem ein Hakenkreuz auf der Frontscheibe. Als er seinem BMW näher kam, sah er dazu mehrere Sprüche, auch auf der Heckscheibe. "Judenschwein" sowie "verpisst euch!" war da zu lesen.

München: Polizei sucht Zeugen

Der Berg-am-Laimer wählte den Notruf. Bislang sei der Mann laut Polizei noch nie verleumdet, bedroht oder beleidigt worden. Trotzdem nahm – wie in solchen Fällen üblich – der Staatsschutz die Ermittlungen auf. Spuren konnten kaum gesichert werden. "Eis eignet sich leider sehr schlecht dafür, Fingerabdrücke zu nehmen", sagte ein Polizeisprecher.

Hatte jemand das Auto des 32-Jährigen gezielt ins Visier genommen? Oder war alles nur Zufall, ein geschmackloser Streich von Jugendlichen? Zumindest blieben keine Rückstände des Hasses. "Die Sonne hat das Hakenkreuz und die Sprüche einfach weggeschmolzen", so der Sprecher. 

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Zeugenaufruf: Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Ampfingstraße / Berg-am-Laim-Straße / Innsbrucker Ring / Leuchtenbergring oder in deren näheren Umgebung aufgefallen? Wer hat im angegebenen Zeitraum in diesem
Bereich Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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11 Kommentare
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  • Kadoffesalod am 18.01.2022 15:49 Uhr / Bewertung:

    Die Judenhasser-Taten sind ein großes Problem.

    Dass Judenhasser in vielen Kreisen und Institutionen nicht nur akzeptiert sondern herzlich willkommen sind, ist ein noch größeres Problem.

    Wenn Judenhasser auch noch mit einer Position die Möglichkeit bekommen, massenweise Menschen zu beeinflussen, ist das eine Katastrophe.

    Wie kann es sein dass Personen, die auf Al-Kuds-Aufmärschen unter geplärrten Kampfparolen gegen Juden mitmarschieren, im Internet Terroristen feiern welche Anschläge gegen jüdische Einrichtungen und Juden verüben, Propagandamaterial verbreiten in welchem z. B. Israel von der Landkarte gelöscht ist, eine Position in Redaktionen und vor der Kamera in öffentlich-rechtlichen Sendungen, mithin Kinder- und Jugendsendungen bekommen?

    Wenn solche Auswüchse unbestraft bleiben bzw. belohnt werden - passt dann die Bestrafung von Parolenkritzlern wie im Artikel zu den Grundsätzen der Gleichbehandlung?

  • SL am 17.01.2022 18:59 Uhr / Bewertung:

    Evtl. sind die Täter Gebirgsjäger aus Mittenwald.

  • Witwe Bolte am 17.01.2022 19:51 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von SL

    Und woher sollen die wissen, dass das Auto einem jüdischen Bürger gehört?
    Steht ja bestimmt nix drauf.

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