Autofahrer-Streit eskaliert: Mann schlägt Kontrahenten durchs Fenster

Zwei Autofahrer geraten in Schwabing derart in Streit, dass Passanten und die Polizei eingreifen. Zuvor gibt es sogar noch eine kleine Verfolgungsjagd.
| Myriam Siegert
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Auf der Leopolstraße stritten sich zwei Autofahrer. (Archivbild)
Auf der Leopolstraße stritten sich zwei Autofahrer. (Archivbild) © imago images/imagebroker

Schwabing - Was war denn da los? Zwei Autofahrer sind am Dienstagmittag mitten im Schwabinger Verkehrsgetöse derart in Streit geraten, dass einer den anderen anfährt, der wiederum schlägt mehrmals zu. Außerdem gab es eine kleine Verfolgungsjagd – und am Ende Anzeigen für beide Seiten.

Gegen 12 Uhr fuhr ein 60 Jahre alter Münchner mit seinem Mercedes auf der Bonner Straße Richtung Norden. Am Kölner Platz, soweit zumindest die bisherigen Ermittlungen, hielt er an der roten Ampel an. Vor ihm war kein weiteres Fahrzeug.

Hinter ihm hielt ein 62-jähriger Münchner mit seinem VW. Die Ampel wurde Grün, doch der Mercedesfahrer fuhr nicht los – warum, ist bisher unklar.

Streit in Schwabing: Mercedes-Fahrer schlägt zu

Der 62-Jährige im VW hupte, um seinen Vordermann auf die grüne Ampel hinzuweisen. Der 60-Jährige fuhr aber nicht los, sondern stieg aus seinem Mercedes aus, kam nach hinten und stellte den 62-Jährigen zur Rede.

Laut Polizeimitteilung folgte eine "verbale Auseinandersetzung" und danach ging es erst richtig los: Der hinten stehende VW-Fahrer fuhr los und touchierte beim Vorbeifahren nicht nur den Außenspiegel des Mercedes, sondern vor allem die Körperseite des 60-Jährigen! Der Mann stürzte auf die Straße. Der VW-Fahrer fuhr dennoch weiter, ohne sich zu kümmern.

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Der 60-Jährige rappelte sich hoch und nahm in seinem Mercedes die Verfolgung auf. An der Kreuzung Parzivalplatz und Leopoldstraße holte er den VW ein, rangierte seinen Mercedes vor das Fahrzeug und hielt den 62-Jährigen so auf. Er stieg aus seinem Mercedes, ging zu dem VW, bei dem das Seitenfenster geöffnet war – und schlug dem 62-jährigen Fahrer unvermittelt mehrmals ins Gesicht.

Passanten bemerkten den Vorfall und griffen beherzt ein – ebenso ein Beamter der örtlichen Polizeiinspektion, der zufällig vor Ort war. So wurden "weitere Tätlichkeiten sofort unterbunden", so die Polizei.

Anzeigen für beide Autofahrer

Für beide Autofahrer endete der Konflikt mit leichten Verletzungen. Sie wurden von einem Rettungswagen vor Ort versorgt.

Am VW entstand ein leichterer Sachschaden im mittleren dreistelligen Bereich. Trotz der auffälligen Aktion kam es zu keinen nennenswerten Verkehrsbeeinträchtigungen bei der Unfallaufnahme. Vorbei ist die Sache für die beiden damit aber nicht: Der 62-Jährige wurde wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung angezeigt, der 60-Jährige wegen Körperverletzung.

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