Stadt München hebt Alkoholverbot am Gärtnerplatz auf

Auch am Wedekindplatz darf wieder getrunken werden: Die Stadt München vereinheitlicht die Regeln an den sogenannten Hotspots.
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Der Münchner Gärtnerplatz gilt als Party-Hotspot für Jugendliche.
Der Münchner Gärtnerplatz gilt als Party-Hotspot für Jugendliche. © Sven Hoppe/dpa

München - Ab sofort darf wieder Alkohol am Wedekind- und Gärtnerplatz getrunken werden. Die Stadt vereinheitlicht ihre Regeln für Hotspots und hat die nächtlichen Alkoholkonsumverbote aufgehoben

Diese können "angesichts der Inzidenz" nicht mehr aufrechterhalten werden und entfallen, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Glasflaschenverbot statt Alkoholverbot

Aber: An beiden Plätzen gilt ein nächtliches Verbot von Glasbehältnissen - und ebenso im Nordteil der Türkenstraße.

Dort sind nun das Mitführen und das Benutzen von Glasbehältnissen – also Glasflaschen, Gläser oder Krüge – in öffentlichen Bereichen von Gärtnerplatz und Wedekindplatz täglich in der Zeit von 20 bis 6 Uhr des Folgetages untersagt.

Das Verbot soll den vor allem mit Alkoholkonsum einhergehenden Gefahren von Gläsern und Glasflaschen entgegentreten – ganz gleich, ob sie lautstark auf dem Boden zerschlagen, geworfen oder sonst irgendwie zum Angriff verwendet werden.

Stadt vereinheitlicht die Regeln an Hotspots

"Verstöße gegen dieses Verbot sind Ordnungswidrigkeiten und können mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden", warnt die Stadt. Von dem Verbot ausgenommen sind die Freischankflächen der Gastronomie während der Öffnungszeiten, ebenso Personen, die Glasbehältnisse von oder zu ihrer Wohnung oder Betriebsstätte transportieren.

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Zudem ist an beiden Plätzen auf die Lautstärke zu achten: Bei mobilen Lautsprechern ist die Lautstärke gemäß städtischer Hausarbeits- und Musiklärmverordnung so einzustellen, dass andere nicht erheblich belästigt werden. In der Zeit von 22 bis 7 Uhr darf die Nachtruhe durch das Benutzen solcher Geräte nicht gestört werden. Auch hier kann die Polizei bei Verstößen ein Bußgeld verhängen.

Ludwigstraße wird noch nicht gesperrt

Die Vereinheitlichung der Regeln soll es auch einfacher machen, die Ludwigstraße zu sperren. Am vergangenen Mittwoch hatte der Stadtrat beschlossen, zu prüfen, inwieweit die Ludwigstraße zwischen Siegestor und Odeonsplatz an Wochenenden für Feiern gesperrt werden kann. 

Diesbezüglich laufen die Abstimmungen. Weil die Umsetzung des Beschlusses etwas Zeit braucht, wird die Ludwigstraße in den nächsten zwei Wochen noch nicht gesperrt. Um aber auf etwaige spontane Zusammenkünfte reagieren zu können, sei "die Stadtverwaltung in laufender Abstimmung mit dem Polizeipräsidium München".

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