Seltene Bilder: München wie es früher einmal war

Nachkriegszeit, Wirtschaftswunder, Studentenrevolte: Ein neues Buch zeigt die Stadt, ihre Menschen und ihre Besonderheit in starken Bildern.
| Christian Pfaffinger
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„Das München Album“,
Volk Verlag, 24,90 Euro.
Volk Verlag 17 „Das München Album“, Volk Verlag, 24,90 Euro.
A weng a Musi, was zum Raucha, a bissl schmusn: So lässt es sich aushalten – das sagen zumindest die Blicke dieser jungen Münchner beim Sandln am Monopteros im Jahr 1968.
Volk Verlag 17 A weng a Musi, was zum Raucha, a bissl schmusn: So lässt es sich aushalten – das sagen zumindest die Blicke dieser jungen Münchner beim Sandln am Monopteros im Jahr 1968.
Stilvoll biergarteln am Flughafen Riem: eine Aufnahme aus den 60er Jahren. 1992 schließt der Airport.
Volk Verlag 17 Stilvoll biergarteln am Flughafen Riem: eine Aufnahme aus den 60er Jahren. 1992 schließt der Airport.
In den Sechzigern, noch ohne Fußgängerzone: die Theatinerstraße, der Behelfsbau anstelle des zerstörten Theatinerklosters und ein VW Bulli.
Volk Verlag 17 In den Sechzigern, noch ohne Fußgängerzone: die Theatinerstraße, der Behelfsbau anstelle des zerstörten Theatinerklosters und ein VW Bulli.
Hochsommer 1962: Dieses Flachdach in der Kaufingerstraße wird mithilfe einer Zinkwanne zur kleinen Wellness-Oase.
Volk Verlag 17 Hochsommer 1962: Dieses Flachdach in der Kaufingerstraße wird mithilfe einer Zinkwanne zur kleinen Wellness-Oase.
50er Jahre: Münchnerinnen treffen sich zum Ratschen am Nornenbrunnen, der damals noch am Stachus gestanden hat.
Volk Verlag 17 50er Jahre: Münchnerinnen treffen sich zum Ratschen am Nornenbrunnen, der damals noch am Stachus gestanden hat.
Isar-Rider: Ist das James Dean – oder doch ein Münchner Biker?
Volk Verlag 17 Isar-Rider: Ist das James Dean – oder doch ein Münchner Biker?
Der Fernsehturm steht längst, der Rest ist noch eine riesige Baustelle. Das Oberwiesenfeld wird ganz langsam zum Olympiapark.
Volk Verlag 17 Der Fernsehturm steht längst, der Rest ist noch eine riesige Baustelle. Das Oberwiesenfeld wird ganz langsam zum Olympiapark.
Viel Platz, wenig Wiesn-Trachtler: im Hackerzelt Ende der Fünfziger.
Volk Verlag 17 Viel Platz, wenig Wiesn-Trachtler: im Hackerzelt Ende der Fünfziger.
Das Wunder von Bern: Münchner empfangen am zerstörten Marienplatz die Fußball-Weltmeister-Mannschaft von 1954.
Volk Verlag 17 Das Wunder von Bern: Münchner empfangen am zerstörten Marienplatz die Fußball-Weltmeister-Mannschaft von 1954.
Autowiesn: 1964 kann man noch direkt vor dem Oktoberfest parken.
Volk Verlag 17 Autowiesn: 1964 kann man noch direkt vor dem Oktoberfest parken.
Der Stachus in den 60ern: Chaos pur!
Volk Verlag 17 Der Stachus in den 60ern: Chaos pur!
Erst mal a gescheites Sit-in – oder einfach bloß rumsitzen?
Volk Verlag 17 Erst mal a gescheites Sit-in – oder einfach bloß rumsitzen?
Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Volk Verlag 17 Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Volk Verlag 17 Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Volk Verlag 17 Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Fotos aus dem Buch „Das München Album“.
Volk Verlag 17 Fotos aus dem Buch „Das München Album“.

Nachkriegszeit, Wirtschaftswunder, Studentenrevolte: Ein neues Buch zeigt die Stadt, ihre Menschen und ihre Besonderheit in starken Bildern.

München - Ein Schatz muss nicht glänzen. Er kann auch körnig sein, verbogen, zerkratzt oder ausgeblichen. Fast jeder hat den ein oder anderen solchen Schatz daheim. Manchmal liegt er in Kisten auf dem Speicher, manchmal in einer Schachtel im Keller. Hin und wieder sauber eingeklebt, oft als lose Stapel: Münchner Momente, eingefangen, auf Fotopapier gebannt und aufgehoben zum Wiederfinden.

Lesen Sie hier: Das alte München: Bilder: Von der Kleinstadt zur Metropole

Gerd Holzheimer und Katja Sebald haben einen solchen Schatz gefunden. Oder besser gesagt: viele kleine solcher Schätze. Fotos aus eigenem Besitz, aber auch aus Archiven. Daraus haben die Autoren das Buch „Das München Album“ gemacht. Es ist eine Sammlung ganz persönlicher Erinnerungen, aber auch ein Buch mit dokumentarischen Fotos, mit Bildern, die zeigen, wie München mal war. Und wie die Stadt wurde, was sie ist.

Es ist eine Erinnerungsreise, aber auch eine Entdeckungstour. An dem Eck im Viertel hat es damals ja noch ganz anders ausgeschaut, denkt man sich, die Häuser, die Geschäfte, die Straßen. Was es früher noch gab: reihenweise volle Telefonzellen, Studenten mit viel Freizeit, ja sogar einen riesigen Parkplatz für Autos auf der Wiesn. Und saxndi – was die Leut damals anhatten!

Lesen Sie hier: Historische Fotos aus der Ludwigsvorstadt Zeitreise ins alte München

Durch das Buch zieht sich ein Erinnerungstagebuch des Autors Gerd Holzheimer, also kein mitgeschriebenes, sondern ein hinterher zusammengebasteltes Tagebuch. Darin schreibt er recht subjektiv über Erlebtes und Erfahrenes. Zunächst über die Kriegserfahrungen seiner Eltern, über die Nachkriegszeit, in die er hineingeboren wurde. Über Wiederaufbau, einen Vater mit vielen Feindbildern und Schifferl, die er in der Badewanne in die Busen-Bucht der Mama hinein anlegen lässt. Er schreibt über seine revolutionäre Phase an der Universität, die Samy-Brüder in Schwabing oder eine spätere Begegnung mit dem ehemaligen Mitschüler Peter Gauweiler im Biergarten – und das alles auch noch mit amüsantem Witz. Es sind persönliche Geschichten „zwischen Wirtschaftswunder und Studentenrevolte“.

Mit dem Buch haben die Autoren quasi viele kleine Schätze in eine Truhe gepackt. Eine Truhe zum Erinnern, zum Wiederentdecken – und zum Kennenlernen einer Stadt und ihrer Momente.

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