Rosenheimer Straße: Der dauerhafte Radweg kommt - und dann?

Bei einer Infoveranstaltung erklärt das Mobilitätsreferat die Pläne an der Rosenheimer Straße. Es zeigt sich: Das Dauerthema Fahrradweg wird so schnell nicht abgeräumt werden.
| Lukas Schauer
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An der Rosenheimer Straße wird ein dauerhafter weißer Radweg markiert (Archivbild).
An der Rosenheimer Straße wird ein dauerhafter weißer Radweg markiert (Archivbild). © Sigi Müller

München - Rund 200 Interessierte verfolgten die Online-Veranstaltung am Mittwochabend, bei der der neue Mobilitätsreferent Georg Dunkel die Pläne der Stadt für einen dauerhaften Radweg an der Rosenheimer Straße vorstellte.

Dabei wurde klar: Es geht nicht einfach darum, mal eben ein paar hundert Meter weiße Farbe aufzutragen. Kunkels Experten machten deutlich, wie aufwändig in der Ausführung solch politische Aufträge an die Verwaltung sein können.

Dauerhafter Radweg auf der Rosenheimer Straße kommt

So geht es darum, die "Radverkehrsanlage" (so der verwaltungstechnische Begriff für einen Radweg) nicht nur StVO-konform zu markieren, sondern eben auch allen gerecht zu werden: Radlern, Fußgängern aber auch den Autofahrern und dem ÖPNV. In der Evaluation des Pop-Up-Radwegs an dieser Stelle hatte sich gezeigt, dass vor allem an den jeweiligen Start- und Endpunkten an der Orleanstraße und am Rosenheimer Platz Herausforderungen lauern.

Besonders die Kreuzung an der Orleanstraße bereitete den Planern Kopfzerbrechen: Weil hier die Busse beschleunigte Spuren haben (also die Ampelschaltungen für sie angepasst werden) und viel Abbiege- und Querungsverkehr herrscht, "werden wir hier in Zukunft Abstriche machen müssen", erklärte es einer von Dunkels Verkehrsplanern. Der Radweg wird dort schmaler sein, um eben den Autoverkehr nicht zu sehr zu beschneiden.

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Radwegmarkierung: Heiß diskutiertes Thema

Wie sehr das Thema nach wie vor polarisiert, zeigte sich in den Fragen, die während der Veranstaltung gestellt werden konnten. Einigen gingen die nun geplanten Markierungen nicht weit genug, sie forderten einen Radweg, der baulich von der Straße abgegrenzt wird. Andere wiederum stellten die grundsätzliche Entscheidung in Frage, ein Radweg durch parallele Straßen sei derweil sinnvoller, weniger behindernd und gefährlich.

Rosenheimer Straße wird noch länger Gesprächsthema bleiben

Schließlich machte Dunkel deutlich, dass die Rosenheimer Straße die Stadt noch lange beschäftigen werde. Denn auch wenn aus gelben Pop-up-Radwegen nun vorerst dauerhafte weiße werden: In mittelfristiger Zukunft sei angedacht, die Rosenheimer Straße auch baulich größer zu verändern - etwa, wenn neue Trambahnlinien hier verlaufen könnten. Entsprechende Überlegungen gebe es bereits.

Dann werde die Frage der verkehrlichen Aufteilung noch einmal ganz neu zu diskutieren sein, so Dunkel. Vorerst allerdings wird nun der Mobilitätsausschuss und dann die Stadtratsvollversammlung im März erst einmal den neuen alten Radweg an der Rosenheimer Straße beschließen.

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