Rache-Akt nach Entlassung? Busfahrer soll MVG-Fahrzeuge sabotiert haben

Ein ehemaliger Busfahrer der MVG wird verdächtigt, mehrere Busse teilweise schwer beschädigt zu haben. Seinem neuen Arbeitgeber soll er nach seiner Entlassung sogar mit dem Niederbrennen seiner Werkstatt gedroht haben.
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Busse vor dem MVG-Betriebshof. (Archivbild)
Busse vor dem MVG-Betriebshof. (Archivbild) © Andreas Gebert/dpa

München - Wohl aus Rache soll ein ehemaliger MVG-Busfahrer nach seiner Entlassung mehrere Busse beschädigt haben – es sind nicht die einzigen Taten, die dem Mann vorgeworfen werden.

Wie die Polizei berichtet, war der heute 48-Jährige bis Ende 2017 bei der MVG als Busfahrer beschäftigt. Wegen Auseinandersetzungen mit Kollegen musste er sich vor Gericht verantworten, woraufhin er entlassen wurde.

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MVG-Busse am Betriebshof massiv beschädigt

Später wurde das Auto eines ehemaligen Kollegen stark beschädigt, es entstand ein Sachschaden von rund 30.000 Euro. Es folgen im vergangenen Jahr am Betriebshof der MVG München Ost offenbar absichtliche Sachbeschädigungen an 30 Bussen sowie weiteren Autos und Kleinbussen – unter anderem wurden die Keilriemen durchtrennt sowie Reifen beschädigt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem Täter um den entlassenen MVG-Mitarbeiter handelt, der wegen seiner Entlassung vermutlich aus Rache handelte.

Wegen des Vorfalls musste die MVG sogar ihren Fahrplan kurzfristig umstellen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 35.000 Euro. In diesem Zusammenhang untersucht die Polizei eine weitere Serie im gleichen Betriebshof im Jahr 2019, wo ebenfalls mehrere Busse beschädigt wurden.

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Probleme auch beim neuen Arbeitgeber

Ende 2020 fand der mutmaßliche Täter dann eine Anstellung bei einem Abschleppunternehmen im Münchner Umland. Doch auch hier lief es nicht gut: Laut Polizei wurde ihm nach "Unregelmäßigkeiten" gekündigt. Der 48-Jährige soll dem ehemaligen Arbeitgeber anschließend damit gedroht haben, dessen Werkstatt niederzubrennen. Danach wurden auch hier Firmen- und Kundenwagen beschädigt – unter anderem wurden die Radmuttern an einem Auto gelockert. Die Polizei prüft derzeit einen Zusammenhang mit den vorherigen Taten.

Durch die Staatsanwaltschaft München I wurde nun ein Haftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Die Beschlüsse wurden am vergangenen Mittwoch von der Münchner Polizei vollzogen. Die Beamten nahmen den Mann fest und führten ihn dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts vor. Die Ermittlungen dauern an.

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