Polizei löst mehrere Freiluft-Feiern in München auf

An Münchner Hotspots sammeln sich am Wochenende erneut viele junge Leute. Anwohner reagieren genervt. In einem Fall verabreden sich zwei Gruppen zur Prügelei.
| Hüseyin Ince
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Die Polizei löst am Wochenende gleich mehrere Outdoor-Partys auf. (Symbolbild)
Die Polizei löst am Wochenende gleich mehrere Outdoor-Partys auf. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Am Freitag- und Samstagabend haben junge Münchner die letzten milden Nächte genutzt und sich zu Hunderten an der freien Luft getroffen. Eisbach und Gerner Brücke waren zwei dieser beliebten Punkte, wo die Polizei am Abend angerückt ist. Doch in einem Fall wurde gar nicht gefeiert. Zwei Jugendgruppen hatten sich zu einer Prügelei verabredet.

Am frühen Freitagabend starteten die Münchner Wochenend-Einsätze der Beamten. Schon gegen 18 Uhr hatten sich Anwohner in der Einsatzzentrale gemeldet. An der Fideliostraße, am dortigen Basketballplatz, könne man einen lauten Streit hören, hieß es am Telefon. Die Polizei rückte in Englschalking an, fand elf Jugendliche vor und konnte die beiden Gruppen zügig trennen. Ob es zu Straftaten gekommen war, konnte nicht geklärt werden. Einer der Jugendlichen trug ein Einhandmesser bei sich. Der junge Mann wurde angezeigt.

Lautstarker Streit auf einem Basketballplatz

In den folgenden Stunden ging es dann um nicht angemeldete Feiern im Freien, zunächst an der Gerner Brücke, die sich ja über den zweiten Corona-Sommer hinweg als beliebter Treffpunkt zum Feierabend-Bier etablierte. Etwa 150 junge Leute hatten sich schon gegen 21 Uhr dort versammelt. Die Polizei sprach Platzverweise aus, war gezwungen, die Gruppe wegen Ruhestörung aufzulösen.

Laut den Beamten herrschte unter den jungen Münchnern rund um die Südliche Auffahrtsallee der Irrglaube, dass es trotz Corona erlaubt sei, sich an der Gerner Brücke abends auch in größeren Gruppen aufzuhalten und ein wenig zu feiern.

Ein paar Stunden später, kurz nach Mitternacht, an der Ifflandstraße: Anwohner hatten die jungen Leute rund um den Eisbach recht lange gewähren lassen, beschwerten sich dann aber zu späterer Stunde doch über die Lautstärke. Die herbeigerufene Polizei traf laut eigenen Angaben auf eine etwas aggressivere Gruppe junger Münchner. Hier war auch laute Rave-Musik im Spiel, die bald abgestellt wurde.

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Ifflandstraße: Proteste mit Sprechchören

Die Feiernden wollten eigentlich nicht nach Hause und protestierten mit Sprechchören gegen das Abstellen der Musik. Auch hier wurde die Gruppe aufgelöst. Die Beamten sprachen Platzverweise aus. Der Eigentümer der Musikanlage wurde angezeigt, räumte aber noch gewissenhaft auf, bevor auch er den Platz am Eisbach verließ.

Kurz vor zwei Uhr wurde die Polizei in dieser Nacht ein letztes Mal wegen einer lauten Freiluft-Feier gerufen, diesmal in Oberföhring an der Leinthalerbrücke. Die Beamten trafen auf etwa 80 junge Münchner. Offenbar lief extrem laute Musik. Die Feiernden waren einsichtig. Die Gruppe verließ den Ort, sammelte den eigenen Müll gewissenhaft ein. Keine Anzeigen, keine Platzverweise.

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