Planungen des Radschnellwegs: Münchner Radlaktivisten verärgert
München - Vor fast zwei Jahren unterschrieben 160.000 Menschen beim Bürgerbegehren Radentscheid dafür, dass München bessere und breitere Radwege bekommen soll.
Scharfe Kritik von den Initiatoren des Radentscheids
Der Stadtrat verpflichtete sich, das umzusetzen - und die grün-rote Rathauskoalition betont immer wieder, wie wichtig ihr das Rad und die Verkehrswende seien.
Nur in der Verwaltung hat offensichtlich noch kein Umdenken stattgefunden. Denn nun hat das Mobilitätsreferat eine Sitzungsvorlage vorbereitet, die die Initiatoren des Radentscheids scharf kritisieren und die auch die Rathauskoalition nicht mittragen will, wie Andreas Schuster, der Radexperte der SPD, und Gudrun Lux von den Grünen sagen.
Sind die Planungen noch immer zu sehr aufs Auto konzentriert?
Konkret geht es um die Umgestaltung der Kreuzung Von-der-Tann-Straße/Ludwigstraße. Dort mündet der Radschnellweg Nord in den Altstadt-Radlring.
Und dort plante die Verwaltung den Radweg nach Ansicht der Radl-Aktivisten viel zu schmal. Eigentlich sei festgelegt worden, dass Radwege mindestens eine Breite von 2,30 Metern haben sollten, sagt Schuster.
In der Beschlussvorlage werde der Radweg im Süden aber nur mit 1,60 Meter geplant. Die Planungen, heißt es auch von den Aktivsten des Radentscheids, seien noch immer zu sehr aufs Auto zentriert.
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Seniorlöwe am 30.04.2021 09:08 Uhr / Bewertung:
"Tutwaszursache" Vergleich und Satistik hinken. Autofahrerer bewegen sich ausschliesslich auf der Strasse, während sich Radfahrer vorwiegend auf dem Radweg bewegen sollten.
Bei 6,5 % der Unfälle fahren Radfahrer Fussgänger um. Wenn bei Auto Unfällen bei 6,5 % Fussgänger umgefahren würden, wäre das ziemlich schlimm usw.. Mir reichen meine Erlebnisse: Theresienstrasse, rechts komplette Fahrspur Pop Up Radweg, linke Fahrspur für Autos. Überholt werde ich vom Radfahrer von hinten links zwischen Autofahrspur und Parkspur und auf mein erschrockenes Hupen bekomme ich den Stinkefinger gezeigt. Obermenzing: ich fahre in die alte Allee ein. Zwischen 2 parkenden LKWs fahren plötzlich 3 Radfahrer quer über 4 Fahrspuren. Ich bremse und Hupe und werde deshalb im Vorbeifahren beschimpft. Heute Morgen zum Bäcker, ein Radfahrer so um Mitte 50 schiesst bei rechts vor links von links vor mir in die Strasse, ich bremse. Bei all diesen Fällen interessiert mich Ihre Statistik nicht. Ich fahre keinen um.Antworten
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Wie hübsch, dass Sie Erlebnisse haben. Die haben alle anderen auch, also können wir uns jetzt stundenlang irgendwelche Erlebnisse von irgendwelchen bößen Radfahrern, Autofahrern oder Fußgängern erzählen. Bringt aber keinen Erkenntnisgewinn und kann auch schwerlich als Grundlage für politische Entscheidungen dienen. Deswegen haben ich und andere Sie auf die Statistik der Polizei und weitere Quellen verwiesen. Ich weiß ja nicht ob Sie in anderen Lebensbereichen auch lieber auf eigene "Erlebnisse" setzen, statt auf Statistiken, aber wenn mir die Bundespolizei mitteilt, dass die meisten Menschen, die unter der Oberleitung auf Güterwagen herumklettern, einen tödlichen Stromschlag erleiden, orientiere ich mich lieber daran. Mit freundlichen Grüßen
HosenbandAntworten
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Übrigens sind auch die zwei ersten Aussagen ihres Kommentars schlicht falsch, Fahrräder sind Fahrzeuge und MÜSSEN daher grundsätzlich die Fahrbahn benützen (§2 StVO). Erst im Nachsatz wird darauf hingewiesen, dass sie vorhandene Radwege benutzen DÜRFEN (logisch) und nur im Ausnahmefall müssen.
"Bei 6,5 % der Unfälle fahren Radfahrer Fussgänger um." Falsch, sondern nur 6,5% der polizeilich erfassten Unfälle von Radfahrern haben mit Fußgängern zu tun, wobei Radfahrer in München wiederum nur an 35% dieser Unfälle die Schuld tragen.
Ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass sich durchaus einige Radfahrer unverschämt und gefährdend gegenüber Fußgängern verhalten und dafür viel öfter und härter bestraft werden müssten!Antworten
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