Pferde und Panzersperren - so wird die Wiesn 2010

Mehr Nostalgie, mehr Sicherheit und wohl kein Rauch in den Festzelten – was anders wird beim diesjährigen Oktoberfest.
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Vorfreude: Die Aufbauarbeiten für das Oktoberfest beginnen.
dpa Vorfreude: Die Aufbauarbeiten für das Oktoberfest beginnen.

Mehr Nostalgie, mehr Sicherheit und wohl kein Rauch in den Festzelten – was anders wird beim diesjährigen Oktoberfest.

MÜNCHEN Es wird das größte Fest seit dem Stadtgeburtstag: Die Jubiläumswiesn 2010. Alle baulichen Maßnahmen der Wirte sind schon eingereicht – jetzt geht’s für Stadt und Festleitung in die Details. Drei Neuerungen zeichnen sich bereits ab:

Mehr Nostalgie:

Pferderennen, ein Zelt des Stadtmuseums – im Südteil wird der Historie gehuldigt. Und Bier ausgeschenkt? Beworben hat sich etwa die Mini-Brauerei Richelbräu aus Neuhausen mit dem „Casa Nova-Märzen“. Auch im Angebot: Rio-Starkbier. Mal sehen, ob’s ein Kleiner auf die historische Festwiese schafft.

Mehr Sicherheit:

Innenminister Joachim Herrmann spricht von einer „Sicherheitszone light“ – aber mit Panzerstahl. Stahlpoller und einzementierte Baumstämme sollen einen Anschlag auf dem Oktoberfest verhindern. „Letztes Jahr lief das perfekt, so wird es auch in diesem Jahr keine unüberlegten Schnellschüsse geben“, sagte Wirtesprecher Toni Roiderer.

Einen Sperrgürtel mit hohem Polizeiaufgebot wie im vergangenen Jahr wird es aber nicht geben, sagte Herrmann. Zuständig für ein neues Sicherheitskonzept sind die Stadt und Polizei München. „Angedacht sind Sperren, die in den Straßenverkehr weniger störend eingreifen“, sagt Herrmann. Eine konkrete Entscheidung soll bis Ostern fallen.

Absolutes Rauchverbot:

Noch ist alles in der Schwebe, maßgebend ist der Volksentscheid über ein striktes Raucherverbot, der frühestens im Mai stattfindet. „Fällt er positiv aus, dann gilt das Rauchverbot ausnahmslos, auch für Festzelte“, sagt Innenminister Herrmann.

Das Problem: Änderungen am Zelt – wie etwa ein Raucherraum – mussten bis Ende Dezember eingereicht werden. Jetzt ist die Frist verstrichen, die Wirte können kaum noch handeln. „Ich baue ganz sicher nicht an und schaffe Rauchergettos“, sagt auch Löwenbräu-Wirt Wiggerl Hagn. Er hofft auf die Vernunft seiner Gäste. „Wenn’s angeordnet wird, dann ist die Wiesn rauchfrei“, sagt er. Wer in seinem Zelt raucht, wird nicht weiter bedient. „Aber ich werde niemanden abführen lassen“, sagt Hagn.

Einverstanden sei er mit der neuen Regelung nicht. „Unter fünf Prozent der Leute rauchen auf der Wiesn. Wem das zu rauchig ist, der muss nicht kommen.“

Auch Wirte-Sprecher Toni Roiderer hält an der bisherigen Regelung fest. „Mir wäre die jetzige Lösung lieber.“ Roiderer sieht das Rauchverbot gelassen. „Warten wir erstmal ab, was der Volksentscheid bringt. Wir sind immer mit den Problemen fertig geworden. Das schaffen wir auch heuer wieder.“

akk, rie

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