Pegida an der Münchner Freiheit: Liveticker zum Nachlesen

Am Montagabend demonstrierte Pegida an der Münchner Freiheit. Die fremdenfeindliche Bewegung ist auf reichlich Widerstand gestoßen. Zur Gegendemo kamen zwischen 2500 und 3000 Menschen. Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.
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Gegendemonstranten am Münchner Odeonsplatz. Die Polizei spricht von rund 2.500 Personen.
Daniel von Loeper 10 Gegendemonstranten am Münchner Odeonsplatz. Die Polizei spricht von rund 2.500 Personen.
Pegida-Demonstranten an der Münchner Freiheit. Die Polizei hat die Leopoldstraße komplett abgesperrt.
Daniel von Loeper 10 Pegida-Demonstranten an der Münchner Freiheit. Die Polizei hat die Leopoldstraße komplett abgesperrt.
Pegida-Demonstranten an der Münchner Freiheit. Die Polizei hat die Leopoldstraße komplett abgesperrt.
Daniel von Loeper 10 Pegida-Demonstranten an der Münchner Freiheit. Die Polizei hat die Leopoldstraße komplett abgesperrt.
"Bunt ist besser": Gegendemonstranten am Odeonsplatz.
Daniel von Loeper 10 "Bunt ist besser": Gegendemonstranten am Odeonsplatz.
Münchens Oberbürgermeister spricht bei der Gegendemo am Odeonsplatz.
Daniel von Loeper 10 Münchens Oberbürgermeister spricht bei der Gegendemo am Odeonsplatz.
Münchens Oberbürgermeister spricht bei der Gegendemo am Odeonsplatz.
Daniel von Loeper 10 Münchens Oberbürgermeister spricht bei der Gegendemo am Odeonsplatz.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, mit Bürgermeisterin Christine Strobl und Bürgermeister Josef Schmid (v.l.).
Daniel von Loeper 10 Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, mit Bürgermeisterin Christine Strobl und Bürgermeister Josef Schmid (v.l.).
"Geflüchteten die Hände reichen": Das Transparent für die Gegendemo am Odeonsplatz.
Anja Perkuhn 10 "Geflüchteten die Hände reichen": Das Transparent für die Gegendemo am Odeonsplatz.
Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen. Von links: Die Stadträte Christian Vorländer (SPD), Marian Offman und Richard Quaas (beide CSU).
Daniel von Loeper 10 Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen. Von links: Die Stadträte Christian Vorländer (SPD), Marian Offman und Richard Quaas (beide CSU).
Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen.
Daniel von Loeper 10 Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen.

München - Am Montagnachmittag kippte das Verwaltungsgericht das KVR-Verbot für eine Pegida-Demo am Montagabend, dem geschichtträchtigen 9. November. Dem Tag der Reichpogromnacht im Jahr 1938.

13:52 Uhr: Der geschichtsträchtige 9. November wird in München zum Tag der Demonstrationen: Unter dem Motto "Fall der Mauer am 9. November - mit friedlichen Spaziergängen die Politik gestalten, damals wie heute" bläst das Rechtsbündnis Pegida ab 19 Uhr an der Münchner Freiheit zum Marsch in Richtung Siegestor. Ab 17 Uhr versammeln sich die Anhänger von "München ist bunt" am Odeonsplatz zur einer Gegendemonstration. Verfolgen Sie hier den AZ-Liveticker! -

16:27 Uhr: Demo und Gegendemo: Für den Pegida-"Spaziergang" zum Siegestor und die Gegendemonstration am Odeonsplatz sind heute Abend 400 Polizisten im Einsatz. -

16:44 Uhr: Zum zweiten Mal kippt das Verwaltungsgericht nun also das zuvor ausgesprochene Demo-Verbot des KVR. Zuletzt ging es um die Pegida-Kundgebung am 26. Oktober vor der Feldherrnhalle. -

17:00 Uhr: Micky Wenngatz, die Vorsitzende des Vereins "München ist bunt" zur Pegida-Demo an der Münchner Freiheit: „Montag für Montag skandieren Neonazis volksverhetzende Parolen. Dem müssen wir uns entgegenstellen. Gerade an einem historisch so sensiblen Datum wie dem 9. November." Ab 17 Uhr versammelt sich die Gruppierung am Odeonsplatz zur Gegendemonstration -

17:01 Uhr: Die ersten Pegida-Anhänger, die sich schon jetzt am Odeonsplatz befinden, werden von der Polizei fortgeschickt. -

17:05 Uhr: Auch in Dresden findet heute Abend wieder eine Pegida-Kundgebung statt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sah jedoch keine "rechtliche Handhabe" für ein Verbot oder eine Verlegung. -

17:13 Uhr: Mittlerweile haben sich etliche Gegendemonstranten am Odeonsplatz versammelt. Zahlreiche bunte Transparente mit Aufschriften wie "Geflüchteten die Hände reichen" oder "Wir reichen Geflüchteten die Hand!", sind zu sehen. -

17:27 Uhr: Einige U-Bahn-Aufgänge am Odeonsplatz wurden von der Polizei sicherheitshalber gesperrt. Eine direkte Konfrontation zwischen Pegida-Anhängern und Gegendemonstranten soll verhindert werden. -

17:43 Uhr: Die AZ-Reporterin vor Ort berichtet von rund 500 Menschen am Odeonsplatz. Bisher ist es allerdings noch recht ruhig, nur leises Murmeln ist zu hören. -

17:47 Uhr: Micky Wenngatz am Odeonsplatz: "Ich werde nachher mit der U-Bahn zur Münchner Freiheit fahren und Pegida entgegenrufen: München ist bunt und nicht braun! Bitte kommen Sie auch." -

17:47 Uhr: Ebenfalls vor Ort am Odeonsplatz: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). -

17:49 Uhr: Auch am Sendlinger Tor findet eine Gegendemo statt. Die Teilnehmer treffen sich um 18 Uhr am Sendlinger-Tor-Platz, der sich langsam füllt. -

17:53 Uhr: OB Reiter zur Pegida-Bewegung: "Jeder, der da mitgeht, muss wissen, mit wem er da läuft." -

17:57 Uhr: Der Odeonsplatz füllt sich von Minute zu Minute: Die Polizei berichtet mittlerweile von rund 2.500 Gegendemonstranten. -

18:06 Uhr: Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht in München und die Münchner Todesopfer der nationalsozialistischen „Schutzhaftaktion“ nach dem 9. November 1938 begann heute Nachmittag am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße: Dort wurden die Namen und Biografien der Opfer verlesen. Mehr dazu, gibt es hier. -

18:10 Uhr: In Dresden hat ebenfalls die Gegendemo angefangen, mehrere Hundert Menschen fanden sich bisher am Hauptbahnhof ein. Auch hier steigt die Zahl der Teilnehmer weiter an. -

18:14 Uhr: Vor wenigen Minuten startete die zweite Gegendemo in München am Sendlinger-Tor-Platz mit einer Kundgebung. -

18:19 Uhr: Schrille Pfiffe und lautes Buhen bei der Durchsage, dass die Pegida-Kundgebung an der Münchner Freiheit stattfinden darf. -

18:25 Uhr: Rund 500 Menschen machen sich jetzt auf den Weg vom Sendlinger Tor zum Oberanger. Währenddessen bewegen sich jetzt auch die ersten Gegendemonstranten am Odeonsplatz in Richtung Siegestor und Leopoldstraße. -

18:30 Uhr: Stimmen der Gegendemonstranten vor Ort: "Es ist unerträglich, dass am 9. November Menschen mit Fremdenhass und Intoleranz in der Innenstadt unterwegs sein dürfen. Ich bin hier, damit die rechte Szene merkt, dass sie sich hier nicht breitmachen kann." -

18:39 Uhr: Zum sensiblen Datum, 9. November: Am 9. November 1938 fanden die Novemberpogrome statt, bei denen Hunderte Juden ermordet und in Konzentrationslager gebracht wurden. Geschäfte, Wohnungen und Betstuben von Juden wurden angezündet und komplett zerstört. -

18:42 Uhr: Mittlerweile haben sich rund 4000 Gegendemonstranten am Dresdner Hauptbahnhof versammelt, die nun gemeinsam Richtung Theaterplatz ziehen. -

18:45 Uhr: Unsere Reporterin vor Ort berichtet, dass vom Odeonsplatz aus zu Fuß nichts mehr geht. Eine Polizeikette sperrt 150 Meter vor dem Siegestor die ganze Leopoldstraße. Menschen skandieren "Lasst uns durch, lasst uns durch!" -

18:54 Uhr: Alle warten jetzt darauf, dass die Pegida-Anhänger am Siegestor vorbeikommen. Der Zugang zur Leopoldstraße bleibt weiter gesperrt. -

19:03 Uhr: Chaos mitten im Berufsverkehr: Wegen der Demonstrationen muss man vor allem bei den öffentlichen Verkehrsmitteln mit erheblichen Einschränkungen und Behinderungen rechnen. -

19:05 Uhr: Mittlerweile sind auch die Teilnehmer der zweiten Gegendemo am Siegestor angekommen. Gemeinsam wartet man nun auf die Pegida-Anhänger, die sich aktuell noch an der Münchner Freiheit sammeln. -

19:09 Uhr: Die Menschentraube der Gegendemonstranten löst sich etwas auf. Viele sind auf der Suche nach alternativen Wegen zur Münchner Freiheit. -

19:26 Uhr: Gegendemonstranten wollen mit mehreren Sitzblockaden auf Höhe der Giselastraße ein Zeichen setzen. Die Polizei fordert sie auf, den Platz zu räumen. -

19:30 Uhr: In Dresden konnte Pegida rund 6000 Menschen mobilisieren, das sind 2000 weniger als noch in der Vorwoche. In München wird vor Ort von wenigen Hundert gesprochen. Am Odeonsplatz versammelten sich zuvor ca. 3000 Gegendemonstranten. -

19:34 Uhr: Der Zug der Gegendemonstranten setzt sich wieder in Bewegung - jetzt Richtung Pegida-Kundgebung an der Münchner Freiheit. -

19:37 Uhr: Aktuell sieht es nicht so aus, als würde es für Pegida leicht werden, zum Siegestor zu "spazieren". Noch immer befinden sich die Anhänger im "Käfig" an der Münchner Freiheit. Die AZ-Reporterin spricht von Gegendemonstranten in "vierstelliger Zahl", die sich um die Pegida-Kundgebung formiert haben. -

19:38 Uhr: Die Gegendemonstranten machen mit Lärm auf sich aufmerksam: Alle pfeifen und klingeln mit ihren Fahrradklingeln - ein Mann hat sogar ein Saxofon mitgebracht. -

19:40 Uhr: Eklat in Dresden: Die Polizei hat einem Pegida-Teilnehmer die sogenannte "Reichskriegsflagge" abgenommen. Ob er mit weiteren Konsequenzen rechnen muss, ist noch unklar. -

19:49 Uhr: Einer der Pegida-Sprecher bedankt sich beim Verwaltungsgericht dafür, dass er "standhaft geblieben ist und das Recht auf freie Meinungsäußerung gesichert hat." Zwischen den Deutschland- und Bayernflaggen im "Käfig" gibt es noch das Plakat "Bunt aber blöd" - für den Mauerfall am 9. November 1989 gibt es keine erkennbaren Gedenkfähnchen. -

20:01 Uhr: Um 19:55 teilt Pegida mit, dass es zu keinem "Spaziergang mehr kommen werde." Einer der Anhänger sagte: "Die Polizei müsste Gewalt anwenden, um unser Recht durchzusetzen - und der 9.11. ist kein Tag, an dem es Gewalt geben sollte, von keiner Seite." -

20:05 Uhr: Die Situation heizt sich auf: Die Polizei trennt Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten an der Münchner Freiheit. -

20:07 Uhr: Offenbar gibt es interne Uneinigkeiten bei Pegida: Die Anhänger wollen vielleicht doch einen "Spaziergang" zum Siegestor versuchen. -

20:08 Uhr: Pegida fordert die Räumung der Leopoldstraße. Doch wahrscheinlich wird es nur bei der Forderung bleiben - die Polizei bewegt sich keinen Meter. -

20:15 Uhr: Nochmal ertönt die Durchsage, dass ein Spaziergang wirklich nicht möglich ist. Die Pegida-Anhänger beschweren sich über "die Gewalt, die immer von den Gegner ausgeht". Laut Polizei sind die Pegida-Demonstranten mittlerweile auf 50 Menschen geschrumpft. -

20:19 Uhr: Der Pegida-Zug soll umgeleitet werden. Die Gegendemonstranten versuchen nun die andere Seite mit Sitzblockaden zu sperren. -

20:28 Uhr: Die AZ-Reporterin berichtet von Gerangel am Rande der Veranstaltung. Antifa-Aktivisten beobachteten offenbar, wie sich drei Pegida-Anhänger durch die Absperrung schmuggeln wollten. Es kommt zur Rangelei, die Polizei geht dazwischen, Menschen fallen hin. Die Beamten können die Situation aber schnell wieder beruhigen und die Streithähne trennen. -

20:42 Uhr: Pegida zieht sich langsam zurück - noch immer befinden sich mehrere Hundert Gegendemonstranten an der Münchner Freiheit und auf der Leopoldstraße. -

20:44 Uhr: Laut Polizei hat Pegida die Veranstaltung nun offiziell für beendet erklärt, jedoch ist die Stimmung an der Münchner Freiheit noch immer angespannt. -

20:52 Uhr: Die Pegida-Anhänger werden von der Polizei nach unten zur U-Bahn gebracht. Nur noch wenige Teilnehmer sind direkt an der Münchner Freiheit -

20:59 Uhr: Insgesamt waren beim Abzug durch die Polizei noch rund 80 Pegida-Anhänger an der Münchner Freiheit. Die sind mittlerweile jedoch auch verschwunden. Noch immer sind etliche Gegendemonstranten vor Ort. Mit mehr als 2.500 Gegendemonstranten hat München ein klares Zeichen gegen Pegida gesetzt. Der geplante "Spaziergang" konnte nicht durchgeführt werden - mit Sitzblockaden wurde den Pegida-Teilnehmern der Weg versperrt. -

21:00 Uhr: In diesem Sinne verabschieden wir uns für heute und bedanken uns für's Mitlesen! Bis zum nächsten Mal! -

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