Preis-Explosion auf der Wiesn: D-Mark-Preise jetzt in Euro!

Mittlerweile überholen die Preise auf der Wiesn teilweise die, die früher in D-Mark aufgerufen wurden. Die AZ hat alte Speisekarten gecheckt.
| Jasmin Menrad
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1988 tanzen die Schäffler für das Augustinerzelt.
Sigi Müller 2 1988 tanzen die Schäffler für das Augustinerzelt.
Helmut Dietl sammelt seit 30 Jahren alte Speisekarten.
Sigi Müller 2 Helmut Dietl sammelt seit 30 Jahren alte Speisekarten.

München - Das Oktoberfest wird immer teurer – das sind sicher nicht die heißesten Neuigkeiten, die man verkünden kann. Mittlerweile aber haben die Europreise die DM-Preise von vor über 30 Jahren überholt.

1988 tanzen die Schäffler für das Augustinerzelt.
1988 tanzen die Schäffler für das Augustinerzelt. © Sigi Müller

Im Augustinerzelt kostete das Hendl im Jahr 1988 11 Mark und zwanzig Pfennig. Heuer zahlen die Augustiner-Gäste 11 Euro und 40 Cent. Der Euro wurde am 1. Januar 2002 als Bargeld eingeführt und viele werden sich erinnern, wie sie den Teuro in Mark umgerechnet haben, um dann Sätze zu sagen wie: "Das sind dreiundzwanzigmarkvierzig", zum Beispiel über ein Hendl im Augustiner.

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Die Augustiner-Speisekarte aus dem Jahr 1988. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) Foto: Sigi Müller

Das damals freilich schon wieder teurer war und im Jahr 2007 schließlich schon 8,95 Euro gekostet hat. 1988 kostete die Leberknödelsuppe im Augustinerzelt 4,50 Deutsche Mark, heute 5,90 Euro. Vor 30 Jahren gab's die halbe Ente mit Blaukraut und Kartoffelknödel für 24,50 DM, heute kostet sie 26 Euro.

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Die Augustiner-Speisekarte von 2007. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.) Foto: Sigi Müller

 

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Die aktuelle Augustiner-Speisekarte. Heuer kostet das halbe Hendl 11,70 Euro. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.) Foto: Patrizia Anderl

Helmut Dietl sammelt alte Wiesn-Speisekarten

Wohlgemerkt, das Phänomen, dass auf der Wiesn alles teurer wird, betrifft nicht nur das Augustinerzelt, das mit 11,40 Euro für die Maß heuer das günstige der Großen Wiesnzelte beim Bierpreis ist. Doch AZ-Leser Helmut Dietl (ja, er heißt wirklich so) nimmt seit mehr als 30 Jahren immer wieder Speisekarten aus Lokalen und auch von der Wiesn mit. Sein Archiv dokumentiert, wie die Preise immer größere Sprünge machen.

<img alt="" src="/media.media.1081c793-4f83-49eb-a6f3-518a7e5f7b77.normalized.jpg" style="height:100%; width:100%" /> kostet dieses Jahr 11,40 Euro. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken. Foto: AZ

Die Wirte erklären diese Verteuerung stets mit gestiegenen Kosten. Die Stadt rüstet jedes Jahr mehr bei der Sicherheit auf und seit 2017 müssen die Wirte eine Umsatzpacht zahlen. 2017 waren das 5,1 Prozent des Nettoumsatzes. Mit den geschätzten Umsätzen lag die Stadt so daneben, dass die Pachten angepasst wurden, weshalb die Wirte der Großen Wiesnzelte im vergangenen Jahr 7,8 Prozent Umsatzpacht zahlten. Das wurde wieder auf die Gäste umgelegt.

Helmut Dietl sammelt seit 30 Jahren alte Speisekarten.
Helmut Dietl sammelt seit 30 Jahren alte Speisekarten. © Sigi Müller

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