Nächster Kandidat ist raus: Oktoberfest-Zelt Bräurosl ist weiterhin zu haben

Die Suche nach einem neuen Wiesnwirt für die Bräurosl geht weiter. Mit einem weiteren Interessenten konnte Hacker-Pschorr keine Einigung erzielen.
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Die Bräurosl wäre weiterhin zu haben. Bislang hat sich noch kein neuer Wirt für das Wiesnzelt gefunden. (Archivbild)
Die Bräurosl wäre weiterhin zu haben. Bislang hat sich noch kein neuer Wirt für das Wiesnzelt gefunden. (Archivbild) © Lukas Barth/dpa

München - Dass sich mal kein neuer Wirt für ein Wiesnzelt finden würde, war vor Corona eigentlich undenkbar. Nun ist alles anders. Die Brauerei Hacker-Pschorr sucht nach dem Rückzug von Wirt Georg Heide einen Nachfolger für die Bräurosl auf dem Oktoberfest – und meldet jetzt, dass ein weiterer Kandidat aus dem Rennen ist.

Zuletzt gab es eine ganze Reihe von möglichen Interessenten, die das Wiesenzelt übernehmen wollten. Bis nach Straubing weitete sich der Kreis der möglichen Bewerber. "Wir haben viele Gespräche mit echten Wirte-Persönlichkeiten geführt", erklärt Brauereichef Andreas Steinfatt in einer Mitteilung. Auch die Familie Wenisch aus Straubing war unter den Interessenten. Die Wenischs sind mit einer Metzgerei, einem Hotel und Restaurant sowie einem Zelt auf dem Gäubodenfest ein präsenter Gastro-Platzhirsch in der niederbayerischen Stadt und hätten gerne ihren Wirkungsradius bis nach München erweitert.

Bräurosl gibt es nur im Paket mit dem Donisl

"Wir waren begeistert von den gastronomischen Konzepten, die sie als starker Familienverband gemeinsam erfolgreich betreiben und sind überzeugt, dass sie auch ein Wiesn-Zelt "im Kreuz" hätten", erklärt Steinfatt. Der Knackpunkt: Der Brauerei geht es bei der Vergabe nicht nur um die Bräurosl. Die gibt es nämlich nur im Paket mit dem Donisl in der Münchner Innenstadt. Und genau hier habe man nicht zusammengefunden.

Die Familie Wenisch erklärt in dem gleichen Schreiben, dass sie zunächst auf der Suche nach einem großen Gastronomie-Objekt in München gewesen und so der Kontakt mit Hacker-Pschorr und Andreas Steinfatt zustande gekommen sei. Erst später sei die Idee entstanden, möglicherweise auch die Bräurosl zu übernehmen.

Familie Wenisch zieht ihre Wiesn-Bewerbung zurück

Da sich Hacker-Pschorr jedoch einen "klaren Fokus auf München" vorstelle, sei man von der Bewerbung abgerückt, so die Straubinger. Man wolle das Gäubodenfest nie aufgeben, deshalb "haben wir uns entschieden unsere Bewerbung vor der finalen Auswahlrunde nicht weiter zu verfolgen".

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Die Suche nach einem neuen Wiesnwirt – und einem Donisl-Betreiber – geht also weiter. Den richtigen Nachfolger für ein Wiesnzelt auszuwählen, sei schon in "normalen" Jahren eine große Aufgabe, so die Brauerei. "Während einer Pandemie, die zur Schließung der Gastronomie geführt hat, ist es noch anspruchsvoller. Wir nehmen uns daher die nötige Zeit, um mit aller Sorgfalt den richtigen Wirt auszusuchen."

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