Nach tödlichem Unfall: Das fordert Peta für die Wiesn

Eine 90-Jährige verfängt sich auf der Wiesn mit ihrem Rollstuhl am Geschirr eines Pferdes und kommt zu Fall. Wenige Tage später stirbt die Frau im Krankenhaus. Nun fordert Peta ein generelles Verbot von Pferdekutschen auf dem Oktoberfest.
André Wagner |
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Die Tierrechtsorganisation Peta fordert ein Verbot von Pferdekutschen auf der Wiesn. (Archivbild)
Die Tierrechtsorganisation Peta fordert ein Verbot von Pferdekutschen auf der Wiesn. (Archivbild) © Ralph Peters

Ein tragischer Unfall mit tödlichen Folgen hat die Wiesn in der vergangenen Woche überschattet. Eine 90-jährige Rollstuhlfahrerin war am 23. September gegen 14 Uhr in Begleitung auf dem Oktoberfest unterwegs und wollte vor einem Festzelt ein Pferd eines dort befindlichen Kutschengespanns am Kopf streicheln.

Dabei hatte sich ein Teil des Pferdegeschirrs am Rollstuhl verfangen. Als das Pferd den Kopf anhob, wurde der Rollstuhl umgestoßen, und die Frau stürzte zu Boden. Der 90-Jährigen wurde in ihren Rollstuhl geholfen, die anschließend ihren Weg zunächst fortsetzte. Doch dann verschlechterte sich der Zustand der Frau und sie wurde schließlich in eine Münchner Klinik gebracht. Dort verstarb die 90-Jährige, sechs Tage nach dem Unfall, am Dienstag.

Nach tödlichem Unfall: Peta fordert ein Verbot von Pferdekutschen auf der Wiesn

Diesen Vorfall nimmt die Tierrechtsorganisation Peta nun zum Anlass, um Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) aufzufordern, ein Verbot von Pferdekutschen auf dem Oktoberfest in München zu veranlassen.

"Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der verstorbenen Frau. Dieser tragische Vorfall zeigt erneut, welche Gefahren von Pferdekutschen inmitten großer Menschenmengen ausgehen können", so Peter Höffken, Fachreferent bei Peta.

"Pferde gehören auf grüne Wiesen und nicht auf die Wiesn"

Für den Tierrechtsaktivisten ist ein Verbot von Pferdekutschen auf der Wiesn längst überfällig. Seit Jahren warnt Peta nach eigener Aussage vor den Gefahren und dem Tierleid durch Pferdekutschen auf dem Oktoberfest. Wiederholt wurde die Stadt München aufgefordert in diesem Zusammenhang zu handeln.

"Tradition oder sogenanntes Brauchtum sind zudem keine Rechtfertigung für Tierquälerei. Pferde gehören auf grüne Wiesen und nicht auf die Wiesn. Sie in einer solchen stressvollen Umgebung dazu zu zwingen, schwere Gespanne zu ziehen, bedeutet für die Tiere enormes Leid", verleiht Höffken der Peta-Forderung nach einem Kutschenverbot auf der Wiesn Nachdruck.

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  • Therapeut am 02.10.2026 10:02 Uhr / Bewertung:

    Tiere zum "Vergnügen" zu benutzen, ist grundsätzlich sehr fragwürdig, egal ob das beim Reitsport geschieht, oder zur "Freude / Spaß" im Zirkus, auf Volksfesten, oder in touristischen Gebieten, o.ä.
    Kein Pferd lauft gerne durch lärmende Städte, permanent von Autos, Motorrädern und unzähligen Menschen umgeben.
    Ist alles richtig, was "schon immer" so gemacht wurde?

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  • FRUSTI13 am 02.10.2026 10:40 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Therapeut

    Na ja, also wenn es z.B. diese Brauereigespanne nicht mehr gäbe, dann gibt es halt irgendwann diese Pferde nicht mehr. Wer braucht heutzutage schon noch Arbeitspferde? Auch viele andere Tiere würde es dann irgendwann nicht mehr geben! Im Übrigen, diese Pferde sind sowas von Tiefenentspannt, was man von sehr vielen menschlichen Zeitgenossen nicht behaupten kann!

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  • AK1 am 02.10.2026 15:34 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Therapeut

    Die Verwendung von sinnlosen Anführungszeichen ist fragwürdiger. Ihre Frage ist absurd - es gibt viele Gründe, Dinge zu ändern. Die Forderung von PETA ist in dem Zusammenhang aber dann doch ziemlich abwegig...

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