Kein Termindruck: FDP kritisiert frühe Wiesn-Absage

Am 21. April haben Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter das Oktoberfest aufgrund der Corona-Pandemie für 2020 abgesagt. Zu früh, meint die FDP.
| Agnes Kohtz
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FDP-Fraktionschef Jörg Hoffmann.
FDP-Fraktionschef Jörg Hoffmann. © Daniel von Loeper

München - Es ist offiziell: Die Wiesn wird 2020 nicht stattfinden. Noch vor kurzem hatte OB Dieter Reiter den 1. Juni als Deadline für eine mögliche Absage gesetzt. Bei der FDP stößt die verfrühte Absage jetzt auf Unverständnis.

"Selbstverständlich wäre die Chance, dass die Wiesn doch noch stattgefunden hätte, gering gewesen. Aber es bestand derzeit kein Termindruck und sechs Wochen in Zeiten der Pandemie sind eine lange Zeit. Die Absage erscheint nach heutigem Kenntnisstand richtig, aber warum hat man sich nicht an den Zeitplan gehalten, um Zeit zu gewinnen?", lässt die FDP in einer Mitteilung verlauten.

FDP kritisiert die verfrühte Wiesn-Absage

Prof. Dr. Jörg Hoffmann (FDP) kommentiert die Wiesn-Absage folgendermaßen: "Der Ausfall des Oktoberfestes bedeutet für Handwerker und Firmen, die Festhallen aufbauen, für Schausteller, Wirte und Budenbesitzer, aber auch für auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler einen großen Verlust. Die Landeshauptstadt München muss mit einem hohen Ausfall an Steuern rechnen."

FDP-Fraktionschef Jörg Hoffmann.
FDP-Fraktionschef Jörg Hoffmann. © Daniel von Loeper

Laut der Partei müsse die Stadt nun alles tun, um die Folgen der Absage wie der gesamten Pandemie im Griff zu behalten. Hoffmann: "Jede Ausgabe muss auf den Prüfstand. Wichtige Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden."

Die Wiesn 2020 sollte vom 19. September bis zum 4. Oktober stattfinden. Nach Angaben der Stadt hatte das Oktoberfest 2019 einen Wirtschaftswert von rund 1,23 Milliarden Euro.

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