Große Oper im Zelt

Beim AZ-Stammtisch im Winzerer Fähndl kommen viele Kulturschaffende zusammen – aber auch Größen aus Politik und Sport schauen vorbei.
| mak, tha, bö, GJ, rbr, tg
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Beim AZ-Wiesn-Stammtisch im Winzerer Fähndl (von links oben im Uhrzeigersinn): Dieter Reiter, Claudia Roth, Johannes Friedmann, Jonas Kaufmann, Edith von Welser-Ude, Christian Ude, Josef E. Köpplinger, Margarete Joswig, Joseph Vilsmaier, Christian Winkler, Angela Böhm, Dieter Schmitt, Dieter Schneider, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Regine Sixt, Wolfgang Heubisch, Nikolaus Bachler, Toni Schmid, Robert Braunmüller, Arno Makowsky, Florian Brugger, Brigitte Hobmeier, Katja Wunderlich.
Daniel von Loeper 3 Beim AZ-Wiesn-Stammtisch im Winzerer Fähndl (von links oben im Uhrzeigersinn): Dieter Reiter, Claudia Roth, Johannes Friedmann, Jonas Kaufmann, Edith von Welser-Ude, Christian Ude, Josef E. Köpplinger, Margarete Joswig, Joseph Vilsmaier, Christian Winkler, Angela Böhm, Dieter Schmitt, Dieter Schneider, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Regine Sixt, Wolfgang Heubisch, Nikolaus Bachler, Toni Schmid, Robert Braunmüller, Arno Makowsky, Florian Brugger, Brigitte Hobmeier, Katja Wunderlich.
Paulaner-Geschäftsführer Heiner Müller, Edith von Welser-Ude, OB Christian Ude und AZ-Chefredakteur Arno Makowsky.
Daniel von Loeper 3 Paulaner-Geschäftsführer Heiner Müller, Edith von Welser-Ude, OB Christian Ude und AZ-Chefredakteur Arno Makowsky.
Gut verpflegt: Brigitte Hobmeier, Wirtschaftsreferent Dieter Reiter, Grünen-Chefin Claudia Roth, AZ-Herausgeber Johannes Friedmann.
Daniel von Loeper 3 Gut verpflegt: Brigitte Hobmeier, Wirtschaftsreferent Dieter Reiter, Grünen-Chefin Claudia Roth, AZ-Herausgeber Johannes Friedmann.

München - Star-Tenor Jonas Kaufmann bleibt mit seiner Frau Margarete Joswig nicht lange allein. Er wird umschwärmt – zunächst von AZ-Herausgeber Johannes Friedmann, der ihn mit den Worten begrüßt: „Meine Frau ist ein riesengroßer Fan von Ihnen.“ Und von der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth, die sich in ihrem limonengrünen Dirndl zur Begrüßung sogar verbeugt: „Ich gehöre zu den Millionen weiblichen Fans.“

Später tänzelt sie sich zu „West Virginia“ sogar an ihn heran und legt den Kopf mit schelmischem Lachen kurz auf seine Schulter.

Der Sänger selbst bewundert die Sänger der Wiesn-Kapellen. „16 Tage singen – das ist eine ganz, ganz große Leistung“, sagt Kaufmann.

Er aber schont lieber seine Stimme. Am Sonntag ist er in der Staatsoper in Tosca zu hören.

Am AZ-Stammtisch bildet Kaufmann mit anderen Kultur-Größen einen harten Kern, unterhält sich über die Brotzeit-Platten hinweg mit Kunstminister Wolfgang Heubisch, Opern-Chef Nikolaus Bachler und Kunst-Ministerialdirigent Toni Schmid.

Bachler ist von der Massenwirksamkeit der Wiesn beeindruckt: „Mit Beethoven kriegt man die Leute nicht dazu, dass sie auf den Tischen tanzen.“

Klingt fast ein bisschen neidisch – aber nur fast: „Hier kommen doppelt so viele Leute rein wie in die Staatsoper, es ist sechsmal so laut - aber bloß halb so lustig.“

FDP-Minister Wolfgang Heubisch dagegen ist von der Zelt-Dekoration sehr angetan: „Mir gefällt hier an diesem Zelt, dass Gelb so dominiert und Schwarz zurückgedrängt ist“, sagt er scherzhaft.

Später setzt sich Josef E. Köpplinger mit blauer Baseball-Kappe und Sakko zum Kultur-Kreis – da gibt’s großes Hallo. Der Intendant des Gärtnerplatztheaters ist ein alter Freund des Ehepaars Kaufmann. „Ich habe in Saarbrücken ihre Ehe gestiftet.“

Auch Engagements bahnen sich an. Regisseur Joseph Vilsmaier trinkt mit seiner Freundin Birgit Muth gemütlich an seiner Maß, als Brigitte Hobmeier hinter ihm steht. „Ich würde so gerne mit Ihnen arbeiten“, sagt die Schauspielerin. „Ich spiele sogar einen Baum“ – und stellt sich dementsprechend hin. „Ich bin eine super Tanne!“

Berührungsängste hat Hobmeier eh keine: Ob Dieter Schneider, Claudia Roth oder Jonas Kaufmann - sie begrüßt jeden mit kräftigem Handschlag.

Später unterhalten sie und ihr Mann Florian Brugger sich bestens mit Moderatorin Katja Wunderlich, die in ihrem weiß-blauen Dirndl Dieter Reiter anschunkelt.

"Wer ist denn der sympathische Herr da drüben?", hatte sie nach ihrer Ankunft AZ-Chefredakteur Arno Makowsky gefragt und dabei auf den SPD-OB-Kandidaten gedeutet. Nach dem ersten Shakehands sitzen die beiden den ganzen Abend lang zusammen - und wirken wie die besten Freunde.

Münchens Wirtschaftsreferent und Oktoberfest-Chef ist im Winzerer Fähndl quasi in einem seiner Wiesn-Wohnzimmer. Trotz des Platzregens, der die Wirtsbudenstraße in Minuten leer fegt, kommt er trocken an. „Ich habe hier fünf, sechs Janker an strategischen Orten über die Wiesn verteilt.“

Sein Chef Christian Ude setzt sich gleich neben Jonas Kaufmann, lässt dann aber doch seine Frau Edith von Welser-Ude vor. Im Gespräch mit Josef E. Köpplinger stellt der OB dann fest, dass beide große Mykonos-Fans sind.

Als der Regen nachlässt, ist auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger da – im knallroten Dirndl. Ob das die neue Koalitionsfarbe ist? „Rot trage ich immer gern“, sagt die FDP-Obere und schmunzelt. „Aber ich glaube, das wird wieder Schwarz-Rot in Berlin werden.“

Zur Brotzeit steckt sie den Kopf mit Löwen-Präsident Dieter Schneider zusammen. Er ist zum ersten Mal beim AZ-Stammtisch und trinkt Cola – nächste Woche lässt er sich an der Leiste operieren. „Das ist harmlos, nur Routine.“

Richtig bayerisch kommt EHC-Manager Christian Winkler daher: in waschechter Mittenwalder Tracht – und zeigt die strammsten Wadln. Stramm stehen auch die Leibwächter von Regine Sixt – die zum Abschied nach Jonas Kaufmanns Telefonnummer fragt.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren