Die neue Reservierungsregel: Bringt’s was?

Im Vorfeld wurde viel gemeckert. Die neue Tisch-Vergabe des Wiesnchefs war heiß umstritten – wie sieht die Bilanz aus?
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Durch die neuen Reservierungsregeln, sollten spontane Wiesn-Besuche vereinfacht werden. Stammgäste schauten teilweise in die Röhre.
dpa Durch die neuen Reservierungsregeln, sollten spontane Wiesn-Besuche vereinfacht werden. Stammgäste schauten teilweise in die Röhre.

München – Heuer greift zum ersten Mal die neue Reservierungsregel, die Wiesnchef Dieter Reiter eingeführt hat: Unter der Woche sollen jetzt 25 Prozent aller Plätze frei sein, an Wochenenden bis 15 Uhr die Hälfte der Plätze – und danach gilt für 35 Prozent ein Reservierungsverbot.

Lesen Sie hier: Wiesn-Reservierungen: Ein Versuch für München

Von insgesamt 1,8 Millionen Plätzen in 16 Tagen Wiesn, so hat Dieter Reiter rechnen lassen, bleiben damit 900 000 frei.

Bislang galt: Von Montag bis Freitag hatten die Wirte ein Drittel des Mittelschiffs von Reservierungen freizuhalten. Am Wochenende durften dort bis 17 Uhr gar keine Plätze vergeben werden, am Abend galt in zwei Dritteln ein Reservierungs-Verbot. Dagegen durften für die Boxen und Galerien immer Buchungen angenommen werden.

Lesen Sie hier: Ein Tisch auf der Wiesn? Nichts ist unmöglich!

Dieter Reiter wollte damit spontane Wiesnbesuche vereinfachen – und bekommt positive Rückmeldungen auf seine Neuerung. In den Zelten ist kaum ein Unterschied zu merken.

Viel Ärger hatten im Vorfeld die Wirte, die ihren Stammkunden ein paar Tische abknapsen mussten. Wirtesprecher Toni Roiderer will sich noch nicht endgültig auf ein Statement festlegen: „Wir besprechen nach der Wiesn, wie das mit der Reservierungsregel gelaufen ist. Kann sein, dass ein paar junge Leute mehr im Zelt sind, aber auch die jungen Leute braucht’s. Wir Wirte sind vor allen zufrieden, dass wir so viele nette, friedliche Gäste haben, die Freude an unserem Fest haben.“ Auch die Oide Wiesn trage zu einer guten Verteilung der Gäste bei.

 

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