Blitzschnell reagiert: Wiesnkellnerinnen reanimieren Besucher nach Zusammenbruch

Am Dienstagnachmittag bricht ein 78-jähriger Wiesnbesucher im Biergarten der Augustiner Festhalle zusammen und atmet nicht mehr. Zwei Wiesnkellnerinnen reagieren schnell und retten dem Mann dadurch das Leben.
von  André Wagner
Ein 78-jähriger Wiesnbesucher ist am Dienstagnachmittag im Biergarten eines Festzeltes zusammengebrochen. Umstehende Personen, darunter die beiden Schwestern und Kellnerinnen Daria und Frieda, erkannten sofort, dass der Mann keine Atmung mehr hatte.
Ein 78-jähriger Wiesnbesucher ist am Dienstagnachmittag im Biergarten eines Festzeltes zusammengebrochen. Umstehende Personen, darunter die beiden Schwestern und Kellnerinnen Daria und Frieda, erkannten sofort, dass der Mann keine Atmung mehr hatte. © Aicher Ambulanz

Diesen Tag auf der Wiesn werden Daria und Frieda so schnell wohl nicht mehr vergessen. Die beiden Schwestern arbeiten aktuell als Kellnerinnen in der Augustiner Festhalle. Doch es ist kein außergewöhnlich hohes Trinkgeld oder ein persönlicher Rekord getragener Maßkrüge, der den 22. September 2026 für Daria und Frieda stets in Erinnerung bleiben wird. 

Vielmehr haben die beiden Schwestern durch ihre schnelle Auffassungsgabe und ihren spontanen Einsatz einem Mann vermutlich das Leben gerettet.

Was war geschehen? Ein 78-jähriger Wiesn-Besucher brach am Dienstagnachmittag im Biergarten der Augustiner Festhalle zusammen. Umstehende Personen wurden auf diesen Vorfall aufmerksam, darunter auch Daria und Frieda. Die beiden Schwestern kümmerten sich um den Mann und bemerkten dabei, dass er nicht mehr atmete. 

Mann bricht zusammen: Wiesn-Kellnerinnen reagieren sofort und beginnen mit Reanimation

Anstatt nun in Panik zu verfallen, agierten die beiden Schwestern schnell und besonnen. Sie alarmierten den Notruf und begannen sofort damit, den bewusstlosen Mann zu reanimieren.

Andere Wiesn-Kellner reagierten ebenso und schirmten den Notfallort eigenständig mit Decken ab, um die Wiederbelebungsversuche vor neugierigen Menschen und deren Smartphonekameras zu schützen.

Kurz darauf erschien ein alarmiertes Team der Aicher Ambulanz und übernahm die weitere Versorgung des 78-Jährigen.

Nach zeitnahem Eintreffen der Aicher-Kräfte, darunter zwei Ärzte, ein fünfköpfiges Tragenteam sowie der Aicher-Supervisor zur Koordination aller Rettungskräfte, wurde die Versorgung nahtlos übernommen.
Nach zeitnahem Eintreffen der Aicher-Kräfte, darunter zwei Ärzte, ein fünfköpfiges Tragenteam sowie der Aicher-Supervisor zur Koordination aller Rettungskräfte, wurde die Versorgung nahtlos übernommen. © Aicher Ambulanz

Dank der frühen Herzdruckmassage durch Daria und Frieda sowie dem nahtlosen und perfekten Zusammenspiel mit den Sanitätern kam es nach zehn Minuten zu einer Spontanatmung des Wiesn-Besuchers; die Wiederbelebung war erfolgreich.

Der 78-Jährige wurde zur weiteren Untersuchung in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Auch um die schockierte Ehefrau kümmern sich die Schwestern

Daria und Frieda bewiesen an diesem Tag nicht nur ihr Talent als Ersthelferinnen, sondern auch als psychologische Stütze, denn bis zum Eintreffen des Kriseninterventionsteams betreute eine der beiden Schwestern die schockierte Ehefrau des 78-Jährigen.

Aicher-Arzt Conny war voll des Lobes. "Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen umstehenden Helfern und ausdrücklich bei den Bedienungen Daria und Frieda für ihr schnelles und beherztes Handeln in dieser Notlage."

Und Daria und Frieda? Die dürften im Anschluss noch den einen oder anderen Wiesnbesucher vor dem Verdursten gerettet haben – mit einer schönen, kühlen Maß Bier.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.