Oktoberfest-Attentat: Neuer Hilfsfond für Opfer beschlossen

Insgesamt 1,2 Millionen Euro stehen zur Verfügung, die Kosten teilen sich die Stadt München, der Freistaat Bayern und der Bund.
| Lukas Schauer
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Den Opfern des Anschlags wird auch mit einem Dokumentationszentrum  an der Theresienwiese gedacht.
Den Opfern des Anschlags wird auch mit einem Dokumentationszentrum an der Theresienwiese gedacht. © Sven Hoppe/dpa

München - 40 Jahre nach dem Terroranschlag auf dem Münchner Oktoberfest werden Bund, Freistaat und die Landeshauptstadt München einen weiteren Hilfsfonds für die Betroffenen des Attentats über insgesamt 1,2 Millionen Euro einrichten.

Die Stadt beteiligt sich dabei in einer Höhe von 200.000 Euro und verwaltet den Fonds. Das hat der Sozialausschuss des Stadtrats beschlossen. Die Vollversammlung des Stadtrats muss dem noch zustimmen. Der Freistaat Bayern und der Bund wollen sich mit jeweils 500.000 Euro beteiligen.

Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) sagte: "Der schreckliche rechtsextremistische Anschlag auf das Münchner Oktoberfest bleibt ein tiefer Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte. Ich bin deshalb froh und dankbar, dass die Betroffenen nun eine finanzielle Unterstützung erhalten, auf die sie schon lange gewartet haben. Damit setzen wir ein spätes, aber dennoch klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und stellen uns an die Seite der Betroffenen, denen unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt."

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Antragsberechtigt sind Verletzte und Hinterbliebene, deren Angehörige (Eltern, Ehepartner, Kinder/Geschwister) bei dem Anschlag getötet wurden, bis spätestens Ende Juni 2021 soll die Pauschale ausbezahlt werden.

Rechtsextremer Anschlag im Jahr 1980

Am 26. September 1980 wurde das Oktoberfest in München Ziel des schwersten rechtsextremistischen Anschlags in der Nachkriegsgeschichte. Um 22.19 Uhr explodierte direkt am Haupteingang der Theresienwiese eine Bombe. Zwölf Menschen und der Attentäter wurden damals getötet, 221 weitere zum Teil schwer verletzt.

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