Neuer Wohnpark auf Knorr-Bremse-Areal: Mega-Projekt nimmt Form an

Der Architekt für das Knorr-Bremse-Areal steht fest. Der neue Wohnpark wird von Christoph Ingenhoven gestaltet. Er erklärt seine Pläne für 500 Wohnungen.
| Emily Engels
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2027 sollen 1.000 Menschen auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal "Am Oberwiesenfeld" wohnen.
2027 sollen 1.000 Menschen auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal "Am Oberwiesenfeld" wohnen. © ingenhoven architects

München - Mit ihren abgerundeten Formen erinnern die Gebäude, die bald auf dem früheren Knorr-Bremse-Areal stehen sollen, spontan an den BMW-Vierzylinder. Und sind mit ihrer Lage am Oberwiesenfeld, nördlich vom Olympiapark, gar nicht so weit davon entfernt.

Die Opes Immobilien GmbH baut auf dem Gelände mehr als 500 Wohnungen — davon 40 Prozent preisgedämpft oder sozial gefördert und 60 Prozent frei finanziert. Welche Wohnungen frei finanziert und welche gefördert oder preisgedämpft sind, soll optisch nicht zu unterscheiden sein, erklärt Opes-Chef Jürgen Büllesbach. So sollen beispielsweise alle Wohnungen zukünftig mit großzügigen Balkonen ausgestattet sein.

Am Donnerstag hat er auf einer Pressekonferenz den Architekten vorgestellt, dessen Entwurf auf dem Areal umgesetzt werden soll: den Düsseldorfer Christoph Ingenhoven zusammen mit WKM Landschaftsarchitekten.

Bauvorhaben soll nachhaltig sein

Ein zentraler Punkt ist für Ingenhoven das nachhaltige Bauen. Der Architekt erklärt das "Cradle-to-Cradle-Prinzip", das er bei dem Bau umsetzen möchte.

Dahinter steckt: Baustoffe werden so eingesetzt, dass sie bei Abriss irgendwann wiederverwendet werden können. Ein weiterer Gedanke, der Ingenhoven wichtig ist: Was der Natur beim Bau der Wohngebäude weggenommen wird, wird ihr auch wieder zurückgegeben. Etwa über begrünte Dächer oder einen riesigen Gemeinschaftsgarten in der Mitte der zukünftigen Wohnbebauung. Weitere Öko-Elemente in der Bebauung: Photovoltaik auf den Dächern und teils an den Fassaden und Holzbauelemente - ebenfalls an den Fassaden.

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Zum Einsatz kommen sollen beim Bau auch sogenannte Filigrandecken. Dabei wird schwerer Beton teils durch leichtere Bauelemente ersetzt.

Holzbauweise "brandschutztechnisch schwieriger umzusetzen"

Auf die komplette Holzbauweise, etwa wie sie im Prinz-Eugen-Park in Bogenhausen umgesetzt wird, will Ingenhoven verzichten. Nicht zuletzt, weil die Wohnhäuser bis zu zwölf Geschosse hoch sein werden. Ingenhoven erklärt: "Das wäre brandschutztechnisch schwieriger umzusetzen." Auch schütze der Betonbau besser vor Lärm, argumentiert der Architekt.

Das höchste Gebäude des neuen Wohnparks auf dem Knorr-Bremse-Areal soll zwölf Geschosse haben.
Das höchste Gebäude des neuen Wohnparks auf dem Knorr-Bremse-Areal soll zwölf Geschosse haben. © ingenhoven architects

Der Wohnpark auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal ist der zweite Baustein des neuen Opes-Quartiers. Er soll die bereits in den vergangenen Jahren entstandenen Büro-, Hotel- und Wohngebäude westlich der Straße Am Oberwiesenfeld, das Forschungs- und Entwicklungsgelände von Knorr-Bremse sowie die geplanten Bürogebäude entlang der Moosacher Straße miteinander verbinden.

Wohnungen, Kitas, Seniorenheim und Supermärkte auf Knorr-Bremse-Areal geplant

Doch es entstehen nicht nur Wohnungen. Auch zwei Kitas, ein Seniorenheim für 100 Bewohner und Supermärkte sind geplant. Baubeginn soll 2022 sein, bis 2027 will Opes das Areal fertig gebaut haben.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk (parteilos) spricht von einer "ganz neuen Formsprache", die Architekt Ingenhoven für das Areal gefunden habe. Sie lobt ebenfalls die vielen Grünflächen und den Freiraum, den die zukünftige Bebauung lassen wird.

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Und hat bei der Gelegenheit noch einen Tipp, die den sozialen Aspekt des Quartiers noch steigern könnte: eine gemeinsame Dachterrasse. Merk: "Dann hätten nicht nur die Penthouse-Bewohner den Luxus, den Blick in die Ferne schweifen lassen zu können."

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