Neuer Pächter für Haxnbauer: Augustiner übernimmt Lokal

Die Brauerei bekommt den Zuschlag für das Traditionshaus. Die Kuffler Gruppe hat vorerst das Nachsehen.
| Ruth Frömmer
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Beim Haxnbauer ist der Name kulinarisches Programm.
Beim Haxnbauer ist der Name kulinarisches Programm. © Sigi Müller

München - Eine Überraschung war es nicht, aber jetzt ist es offiziell: Der Pachtvertrag zwischen dem Akademischen Gesangsverein München (AGM) und der Familie Kuffler für das Scholastika-Haus endet zum Oktober 2022.

Schon vor zwei Jahren war klar, dass der recht günstige Mietvertrag der AGV mit den Kufflers und Dinkelacker-Schwabenbräu neu verhandelt und auch um 50 Prozent erhöht werden wird. Das Haus in der Sparkassenstraße ist marode, es muss saniert werden.

Kufflers ziehen Bewerbung für Haxnbauer zurück

Im vergangenen Herbst konnten sich Interessierte für das Traditions-Wirtshaus bewerben. Gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat AGV eine offizielle Ausschreibung gestartet. Auch Stephan und Sebastian Kuffler bewarben sich, haben sich allerdings aufgrund der zu erwartenden neuen Pacht Konditionen – wie zum Beispiel deutliche Baukostenzuschüsse im Zuge der Generalsanierung des gesamten Gebäudes – aus dem Bieterverfahren wieder zurückgezogen.

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Augustiner übernimmt Haxnbauer

Wer sonst noch an der Ausschreibung teilgenommen hat, ist nicht bekannt. "Wir haben den Zuschlag bekommen", freut sich Augustiner-Chef Martin Leibhard. "Das ist ein Gebäude mit Flair, das wir auf jeden Fall erhalten möchten" verspricht er. Was für ein Lokal dort entstehen soll, kann er noch nicht sagen, "aber ein Grill soll auf alle Fälle drin bleiben. Das kennt man ja. Nicht nur die Touristen, auch die Münchner sollen sich hier weiter willkommen fühlen." Im nächsten Jahr stehen dann erst einmal ausgiebige Renovierungsarbeiten an. Technik, Wasser, Kälteanlagen, das wird alles auf Stand gebracht, so dass das Lokal frühestens 2023 eröffnen kann.

"Angesichts der prognostizierten Kosten ist das sicher eine gute Lösung. Wir haben noch genug damit zu tun, die finanziellen Folgen der Covid-Pandemie aufzuarbeiten" sagt Stephan Kuffler. Grundsätzlich ist die Kuffler Gruppe aber sehr an einer Weiterführung des Traditionslokals interessiert. Gespräche mit der Augustiner Brauerei finden bereits statt.

Parallel sondieren die Kufflers den Markt in der Münchner Innenstadt und im stadtnahen Schwabing für einen alternativen Standort. Aber wer den Haxnbauer künftig betreiben wird, entscheidet sich frühestens 2022. "Der beste Wirt kriegt’s", sagt Leibhard. So einfach ist das

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