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Nach wenigen Monaten: Bayerns FDP-Chef will nicht mehr

"Aus persönlichen Gründen" wird der Münchner Michael Ruoff sein Amt auf dem Parteitag im April zur Verfügung stellen. Die Hintergründe. 
Natalie Kettinger
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Michael Ruoff bei seiner Wahl zum Vorsitzenden der Bayern-FDP im Juni 2025.
Michael Ruoff bei seiner Wahl zum Vorsitzenden der Bayern-FDP im Juni 2025. © Daniel Karmann / dpa

Er ist erst seit Juni 2025 Vorsitzender der FDP in Bayern – jetzt hat Michael Ruoff beschlossen, von diesem Posten schon wieder zurückzutreten.
In einem Brief an die Mitglieder der Partei im Freistaat schreibt der Münchner: "Aus persönlichen Gründen werde ich mein Amt als Landesvorsitzender auf dem kommenden Landesparteitag am 18./19. April 2026 zur Verfügung stellen." Diese Entscheidung sei ihm sehr schwergefallen.

Weiter heißt es in dem Schreiben: "Ich habe dieses Amt in einer für unseren Landesverband anspruchsvollen Situation übernommen – organisatorisch, finanziell und politisch."

Die Liberalen hatten bei der Landtagswahl 2023 nur 3,0 Prozent der Stimmen geholt und damit den Wiedereinzug ins Maximilianeum verpasst. Damit einher ging nicht nur die Streichung von Aufwendungen für die Arbeit als Landtagsfraktion - sondern auch ein Einbruch der Einnahmen durch die staatliche Parteienfinanzierung. Zu dieser heißt es im Parteiengesetz: "Die Auszahlung der staatlichen Mittel für die bei Landtagswahlen erzielten gültigen Stimmen erfolgt an den jeweiligen Landesverband der Partei in Höhe von 0,50 Euro je Stimme."

276.000 Wählerinnen und Wähler kehrten der FDP den Rücken

2023 verloren die Liberalen im Freistaat im Vergleich zur Wahl fünf Jahre vorher den Zuspruch von 276.612 Wählerinnen und Wählern – das macht ein Minus von knapp 140.000 Euro. Dass die FDP 2025 zudem aus dem Bundestag flog, dürfte die Lage noch verschärft haben.

Der kommende Landesparteitag werde deshalb mehr sein als eine Personalentscheidung, schreibt Michael Ruoff nun in seiner Mitteilung. Im Mittelpunkt stehe die Frage, "wie wir die FDP Bayern finanziell so aufstellen, dass sie dauerhaft handlungsfähig bleibt".

Auf Anfrage der AZ sagte Ruoff, er bitte um Verständnis dafür, dass er die persönlichen Gründe für seinen Amtsverzicht nicht weiter ausführen werde. Auf dem Parteitag im April würden die anstehenden Entscheidungen getroffen „und die Weichen für die kommenden Wahlkämpfe“ gestellt.
Michael Ruoff ist Rechtsanwalt, Unternehmer und Vater von fünf Kindern.

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  • FredC2 vor 7 Minuten / Bewertung:

    FDP weg, Reiter weg.
    Wer protegiert dann die Auto-Interessen in unserer schönen Stadt?
    Ich hab' da so eine Ahnung....
    Aber prinzipiell werden mir die lustigen Lösungsvorschläge der FDP speziell zum Thema Verkehr schon irgendwie fehlen.

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  • Wolff vor einer Stunde / Bewertung:

    Die Finanzielle Drückeberger Partei braucht kein Mensch mehr.

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