Nach Reiter-Vorstoß: Polizeigewerkschaft fordert Böllerverbote an Silvester

Keine Böller und Raketen an Silvester: Das fordert unter anderem auch die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bayern. Ein Hauptgrund dafür sind die derzeit überlasteten Intensivstationen.
| AZ/dpa
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Feuerwerk über München. Bilder wie dieses wird es in diesem Jahr wohl erneut nicht geben. (Archivbild)
Feuerwerk über München. Bilder wie dieses wird es in diesem Jahr wohl erneut nicht geben. (Archivbild) © Sigi Müller

München - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPOLG) in Bayern fordert angesichts der dramatischen Corona-Lage Verbotszonen für Silvesterböller.

"Bleiben die Corona-Zahlen und insbesondere die Belastungen in den Krankenhäusern so hoch, dann ist es sicherlich nicht der richtige Weg zu böllern und dadurch die Risiken auf Notfälle und Verletzungen noch mal zu vergrößern", sagte der Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein der Zeitung "Hallo München" vor allem mit Blick auf die Intensivstationen. "Jeder zusätzliche Notfall bringt die Helferkette in Bedrängnis."

Jürgen Köhnlein, bayerischer Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG).
Jürgen Köhnlein, bayerischer Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). © Deutsche Polizeigewerkschaft

OB Reiter will Feuerwerk in München verbieten

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat bereits entsprechende Pläne. Dieses Jahr werde in München wahrscheinlich gar nicht geknallt, sagte er am Sonntag im "Bayerischen Fernsehen". Vor einem Jahr war das Abbrennen und Mitführen von Pyrotechnik bayernweit in der Silvesternacht an publikumsträchtigen Orten untersagt. In München galt das für das gesamte Gebiet innerhalb des Mittleren Rings, auch auf Privatgrundstücken.

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Ohne eine Regulierung rechnet Köhnlein mit einer Mehrbelastung für Rettungsdienste, Krankenhauspersonal, Polizei und Feuerwehr. Die Polizei wolle die Silvesterlaune nicht verderben. "Aber auf den Lärm, die vorhersehbaren Brände und auch die große Umweltbelastung, können wir aus Rücksicht auf diejenigen, die mit den Folgen dieser 'Gaudi' dann zu kämpfen haben, gerne verzichten."

Der Landesvorsitzende rät den Kommunen zu gezielten und restriktiven Verboten vor allem in den Innenstädten – und zu schnellem Handeln. "Der Ball ist aktuell im Spielfeld der Politik und der Kommunen! Und es ist noch Zeit, die Hausaufgaben stressfrei zu machen", sagte Köhnlein.

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