Münchner Polizei rüstet vor Deutschlandspiel kräftig auf

Als Folge der missglückten Greenpeace-Aktion sind rund 1.500 Beamte am heutigen Samstag im Einsatz. Auch mit Hubschraubern. Die Umweltschutzorganisation zieht derweil Konsequenzen.
| Ralph Hub
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Der Aktivist am Dienstag über dem Stadion. Wenig später verlor er die Kontrolle.
Matthias Balk/dpa Der Aktivist am Dienstag über dem Stadion. Wenig später verlor er die Kontrolle.

München - Die missglückte Protestaktion von Greenpeace mit einem Motorsegler am Dienstag vor dem EM-Spiel Deutschland Frankreich hat Schwächen im Sicherheitskonzept der Polizei offengelegt. Es habe "Anpassungen des polizeilichen Einsatzkonzeptes" gegeben, teilte das Präsidium mit.

"Man wird mehr Präsenz wahrnehmen", sagte Polizeisprecher Andreas Franken, "nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft."

Münchner Polizei rüstet am Samstag auf

Konkret heißt das, die Polizei wird mit mehreren Helikoptern den Luftraum rund um die Arena sichern, zudem werden Polizisten am Boden patrouillieren und auch den Himmel im Auge behalten nach Drohnen, Kleinstflugzeugen oder ähnlichen Objekten, die der Flugverbotszone in Fröttmaning zu nahe kommen können.

Zudem stehen Spezialeinheiten aus Bayern in Bereitschaft. Die Zahl der eingesetzten Beamten wird für den Samstag von 1.000 auf 1.500 Polizisten aufgestockt, die allerdings nicht nur rund ums Stadion, sondern auch in der Stadt unterwegs sind.

Polizei wurde vor Greenpeace-Aktion informiert

Das Präsidium bestätigte am Freitag außerdem, dass es am Dienstagabend tatsächlich einen Hinweis der Umweltorganisation auf die kurz bevorstehende Aktion gegeben habe - allerdings erst, als der Pilot (38) schon im Landeanflug gewesen sei.

Ein Mann habe im Stadion eine Einsatzgruppe angesprochen. Noch bevor die Beamten die Information über Funk an de Einsatzleitung weitergeben konnte, erfolgte bereits die Bruchlandung des Piloten im Fußballstadion. Dabei wurden zwei Männer verletzt.

Greenpeace zieht Konsequenzen

Der zweite von ihnen wurde am Freitag nun ebenfalls aus dem Krankenhaus entlassen. Gegen den Piloten wird unter anderem ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

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Greenpeace hatinzwischen angekündigt, dass ihre Aktivisten künftig "keine gefährlichen Flugdemonstrationen über Menschenansammlungen mehr durchführen" werden.

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