Münchner Altstadt: Das sind die Pläne für den Sattler-/Kronawitterplatz

Der Sattlerplatz wird zum Kronawitter-Platz und außerdem neu gestaltet. Die AZ erklärt, wie viel Bauzeit eingeplant ist, wo Wohnungen und wo Büros entstehen – und was der Architekt sagt.
| Eva von Steinburg
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Grün schraffiert: Färbergraben und Fürstenfelder Straße sollen Fußgängerzone werden.
Planungsreferat Grün schraffiert: Färbergraben und Fürstenfelder Straße sollen Fußgängerzone werden.

München - Wie verläuft hier das Sonnenlicht? Wie die Luft? Wie der Schall? Das sind die ersten Fragen, denen sich Architekt Ulrich Hamann am sogenannten Sattlerplatz stellen wird.

Für die Münchner Traditionsunternehmen Inselkammer und Hirmer erarbeitet der Mitarbeiter des britischen Star-Architekten Norman Foster (83) den Masterplan für drei große Baufelder im Hinterhof der Kaufingerstraße. Sein Gebiet: das Areal um den neu benannten Georg-Kronawitter-Platz.

Präsentation für Anwohner und Politiker

Inka Holding und Hirmer Gruppe hatten am Dienstag zur zweiten Infoveranstaltung über ihr Großprojekt in der City geladen. "Es geht darum die Entwicklung zu zeigen und auf dem Weg alle mitzuziehen", erklärt Moderator Wolfgang Püschel vom Bezirksausschusses Altstadt-Lehel im Hofbräuhaus.

Über 40 Bürger, Anwohner und Geschäftsleute des Hackenviertels, hören: Das ehemalige Postgebäude (Baufeld 3) wird abgerissen. Seine Baulinie wird für ein Hotel mit Wohnnutzung und Läden erhalten. Daneben entsteht der neue Georg-Kronawitter-Platz. Baufeld 2 wird ein Solitär mit Büros und Gewerbe. Baufeld 1 im Norden ist die Erweiterung des Modehauses Hirmer.


Ulrich Hamann ist Architekt bei Sir Norman Foster. Foto: est

Darüber soll es Büros und "konzeptionelle Mietwohnungen geben, die nicht höchstvermarktet vermietet werden", sagt Andreas Uhmann, Baudirektor im Stadtplanungsreferat.

Der Anteil an Wohnen im Areal liegt bei 20 Prozent. Als Gebäudehöhe sind 22 Meter, teils 27 Meter anvisiert. Das neue unterirdische Parkhaus mit 546 Stellplätzen bereitet einzelnen Anwohnern Kopfzerbrechen. Denn die Ausfahrt soll über die schmale Hotterstraße führen.

Bau ab 2020

Noch vor Weihnachten soll das Büro Foster seine Ideen für die Umgestaltung vorstellen. Ab 2020 wird mit drei Jahren Bauzeit gerechnet: Für Abriss von Parkhaus und Post – samt der Verwirklichung von drei mondänen modernen Neubauten.

Grün schraffiert: Färbergraben und Fürstenfelder Straße sollen Fußgängerzone werden.
Grün schraffiert: Färbergraben und Fürstenfelder Straße sollen Fußgängerzone werden. © Planungsreferat

Foster baute die Reichstagskuppel

In Berlin hat das Büro Foster die Reichstagskuppel geschaffen, in München den hochmodernen Anbau des Lenbachhauses. Architekt Hamann ist "sehr optimistisch" in der Münchner City einen besonderen urbanen Platz schaffen zu können. Er ist Spezialist für Apple Stores und ökologisch nachhaltiges Design. Die Achse Kaufinger Tor - Hofstatt soll optisch nicht austauschbar wirken. Christian Hirmer: "Wichtig ist uns ein qualitätsvoller Ort".

Hotterstraße während des Umbaus: "Es wird eng"

Die Hoteliers Michael Bergau (r.) und Matthias Fischer (l.) führen das Mercure Hotel München Altstadt in der Hotterstraße 4. Bergau sagt: "Ein tolles Büro haben die Investoren für die Neuplanung gewonnen. Wir, als Hotel mit 160 Betten, sehen erstmal die Baustelle. Die müssen wir überleben, wie den Bau der Hofstatt. Einen Riesen-Bauzaun brauchen wir. Die Kommunikation mit den Investoren ist bis jetzt sehr gut.

Matthias Fischer meint: "Mein Büro ist im Erdgeschoss der Einbahnstraße Hotterstraße. Taxis halten, lassen Gäste aus- und einsteigen. Es wird eng und knackig, wenn hier noch mehr Fahrzeuge durchfahren."

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