München: Kommt die Parkplatzsuche per Handy?

Moderne Wege gegen den Verkehrskollaps: Das KVR reagiert auf eine Anfrage der Grünen — mit überraschenden Vorschlägen.
| Emily Engels
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Immer zu wenig in München: Freie Parkplätze an der Straße (Symbolbild)
imago Immer zu wenig in München: Freie Parkplätze an der Straße (Symbolbild)

München - Es hat zwar ein Jahr gedauert, doch jetzt ist sie da: die Reaktion von Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) auf einen Antrag der Grünen-Fraktion aus dem Stadtrat.

Darin hatten sie eine intelligente Verkehrssteuerung für München gefordert. Die wichtigsten Forderungen — und Thomas Böhles Vorschläge für die Zukunft: Die AZ gibt hier einen Überblick.

Sperrungen und Baustellen

Die Grünen hatten gefordert, dass Sperrungen und Umleitungen auf moderne Art und Weise kommuniziert werden sollen. Aktuell findet man Informationen zu Sperrungen in München bei verschiedensten Anlaufstellen: Etwa auf der Seite der Stadt oder bei MVG und Polizei. Laut Böhle soll bald eine Schnittstelle kommen, bei der alle gesperrten Straßen auf einmal abgerufen werden können: mithilfe des IT-Projektes "BAU-ER" (Baustellen- und Ereignismanagement).

Parkplatzsuche

Um den Parksuchverkehr zu verringern, wollen die Grünen eine digitale Lösung. Auch hier sei das KVR bereits dran, informiert Böhle. Im Rahmen des EU-Projektes "Smarter Together" erprobe die Stadt im Testgebiet Neuaubing-Westkreuz/Freiham aktuell "innovative Technologien und Lösungen" (Kosten: 20 Millionen Euro).

Innerhalb des Projektes würden auch Detektionssysteme zur Erkennung von Parklücken und eine App zur Anzeige von freien Parkplätzen erprobt. Dabei werde auch untersucht, ob Infos zu freien Parkplätzen "nicht eher einen Anreiz bietet, mit dem Auto zu fahren".

Schleichverkehr

Autos, die durch Wohngebiete fahren, etwa um Staus zu vermeiden, wollen die Grünen in Zukunft verhindert wissen. Auch hier gebe es digitale Lösungen, erklärt Böhle. Allerdings sei das aufwendig. Denn dafür sei "eine vollumfängliche Echtzeiterfassung und Bewertung des Verkehrs" nötig.

Reisebusverkehr

Auch Reisebusse, die in die Innenstadt wollen, wollen die Grünen künftig über Leitsysteme lenken. Hier teilt Böhle wenig konkret mit: "Das Planungsreferat arbeitet aktuell an der Fortschreibung eines Konzeptes aus dem Jahr 2005." Schwerpunkt sei "die Angebots- und Überwachungslage des Reisebusverkehrs in der Altstadt."

Aktuell werden Reisebusse über Beschilderungen direkt zum ZOB geführt oder "sollten durch Autobahnschilder weiträumig umgeleitet werden", teilt Böhle mit.

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