München erprobt autonomes Fahren - Pilotprojekt im Straßenverkehr startet

Bis Busse ohne Fahrer auskommen, dauert es zwar noch. Doch schon jetzt startet in München ein Pilotprojekt im Straßenverkehr.
| Christina Hertel
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Das Bundesverkehrsministerium bezahlt das Projekt der Stadt (Symbolbild).
Das Bundesverkehrsministerium bezahlt das Projekt der Stadt (Symbolbild). © dpa/ Graeme Fordham

München - München erprobt autonomes Fahren - und zwar unter realen Bedingungen im Straßenverkehr. Mobilitätsreferent Georg Dunkel hat für das Projekt, das den Namen "Tempus" trägt ("Testfeld München - Pilotversuch Urbaner automatisierter Straßenverkehr") nun den Startschuss gegeben.

Pilotprojekt der Stadt: Erfahrungen sollen gesammelt werden

Bis tatsächlich Busse ohne Fahrer durch München fahren, dauert es wohl noch eine Weile. Doch schon jetzt treibt München die Entwicklung dafür voran. Durch dieses Projekt sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie die technischen Rahmenbedingungen für selbstfahrende Fahrzeuge gestaltet sein müssen und wie andere Verkehrsteilnehmer auf die neue Technologie reagieren. So erklärt es die Stadt in einer Mitteilung.

Ampelprognose-Funktion zwischen Olympiapark, A9, A99 und Unterschleißheim

Dafür wird im Münchner Norden zwischen Olympiapark, A9, A99 und Unterschleißheim die Verkehrsinfrastruktur modernisiert. An einer Musterkreuzung sollen ein virtueller Abbiegeassistent erprobt und durch Echtzeit-Verkehrsinformationen die Fahrten optimiert werden.

Unter anderem soll es eine Ampelprognose-Funktion geben, die den Umschaltzeitpunkt der nächsten Kreuzung vorhersagt.

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Außerdem untersucht das Projekt automatisiertes und vernetztes Fahren im öffentlichen Nahverkehr. Auch Bürgerbefragungen wird es laut der Stadt geben, um herauszufinden, welche Erwartungen die Menschen an diese neue Technologie haben.

Bundesverkehrsministerium bezahlt das Projekt

Für die nächsten 30 Monate erhält München rund 17 Millionen Euro an Fördergeldern. Die Leitung trägt zwar das städtische Mobilitätsreferat, jedoch wirken rund ein Dutzend Projektpartner aus Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Industrie mit.

Unter anderem sind BMW, Siemens, die Stadtwerke und die Technische Universität München dabei. Eine besondere Rolle hat zudem das Baureferat. Denn es ist zuständig dafür, die Ampel und die Software für die Datenerfassung zu ertüchtigen.

Dieter Reiter: "Echtes Pionierprojekt"

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bezeichnet Tempus als ein "echtes Pionierprojekt": "Ich erhoffe mir, dass die Erfahrungen aus diesem Projekt uns helfen, die Verkehrssicherheit in München zu steigern", sagt er.

Auch Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) sieht in dem Projekt eine "große Chance". "Wir können direkt auf unseren Straßen im Münchner Norden testen, welche Möglichkeiten das automatisierte und vernetzte Fahren bietet - nicht zuletzt im öffentlichen Nahverkehr mit virtuell gekoppelten Fahrzeugen."

Für Unternehmen entstehe ein reales Testlabor vor der eigenen Haustür. Aber auch die Stadt hat etwas davon - nämlich Erkenntnisse für die Verkehrsplanung der Zukunft.

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