Messe München: Im September soll es in Riem wieder losgehen

Die Messe München plant für den Herbst einen Neustart. Dafür könnten aber Fachkräfte fehlen.
| Gaby Mühlthaler
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Leere Hallen - so schaut's aus in Pandemie-Zeiten auf der Messe München - außer im Impfzentrum.
Leere Hallen - so schaut's aus in Pandemie-Zeiten auf der Messe München - außer im Impfzentrum. © Messe München

München - Die Pandemie legt das weltweite Messegeschäft seit eineinhalb Jahren lahm. Mit sinkenden Corona-Infektionszahlen blinkt nun ein Silberstreif am Horizont – ab 1. September sollen in Bayern wieder Messen starten.

Die Münchner Fachmesse "Trendset" im Juli soll als Pilotmesse stattfinden. Erstmals wird dort das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept umgesetzt, ehe es im Herbst mit "IAA Mobility", "ExpoReal" und der "Outdoor by Ispo" weitergeht.

Aiwanger: "Messen sind das beste Konjunkturprogramm"

Zuversicht ist die Maxime der Messe-Verantwortlichen, die ihre Pläne am Mittwoch vorgestellt haben. Man sei exzellent mit optimalem Schutz- und Hygienekonzept vorbereitet, erklärte Münchens Messechef Klaus Dittrich. "Messen sind das beste Konjunkturprogramm", so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW). Der Neustart in Bayern könne dazu beitragen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu überwinden.

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Messen seien für Bayerns exportorientierte Wirtschaft das Schaufenster zur Welt. "Unsere Kunden sind ausgehungert nach Messen, Begegnungen und Geschäft", so Peter Ottmann, Chef der Nürnberg-Messe. Ein Gutes habe die Pandemie aber: "Corona hat uns Messeveranstalter zu Zusammenarbeit gebracht!" Digitale Messe-Formate, die alle Gesellschaften nun entwickelt hätten, könnten persönlichen Kontakte nicht ersetzen. Zudem: "Die digitale Verwundbarkeit hat sich in letzter Zeit durch Cyberangriffe gezeigt!"

Die finanziellen Einbußen durch die Pandemie sind beträchtlich. "200 Millionen Umsatzverlust hatten wir 2020, in diesem Jahr wird es wohl ebenso viel werden", sagt Klaus Dittrich. Gespart wird bei Sach- und Personalkosten, rund 170 der 1.200 Mitarbeiter müssen gehen. Auch die Geschäftsführung wird von sechs auf drei Mitglieder verschlankt.

Wenige Insolvenzen bei Messe-Dienstleistern

Durch ein Effizienzprogramm konnte die Messe die Sachkosten um 30 Prozent senken. "Wir haben auch unsere Rücklagen und den Spielraum bei den Banken genutzt und sind dankbar für die staatliche Novemberhilfe", so Dittrich. Teile der Hallenkapazitäten werden trotz Pandemie genutzt, etwa fürs Impfzentrum.

Laut Peter Ottmann hat es wenig Insolvenzen bei Messe-Dienstleistern gegeben, deren Personal aber hat sich anderweitig orientiert. So könnte es im September eng werden "bei Arbeitsplätzen und Rohstoffen wie Holz und Stahl". Zuversichtlich ist man dennoch, dass Corona dem Neustart keinen Strich mehr durch die Rechnung macht.

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