Mega-Lawine! Todes-Drama um Jannik Inselkammer

Diese Nachricht schockiert München. Brauerei-Unternehmer Jannik Inselkammer (Augustiner) ist beim Heli-Skiing in Kanada tödlich verunglückt. Er lag eine Stunde lang drei Meter unter Schnee und Bäumen.
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Jannik Inselkammer
Gregor Feindt 3 Jannik Inselkammer
"Sein plötzlicher Tod trifft uns zutiefst und wir verneigen uns in ewiger Verbundenheit": So trauert Augustiner auf der Brauerei-Homepage um Jannik Inselkammer
www.augustiner-braeu.de/ 3 "Sein plötzlicher Tod trifft uns zutiefst und wir verneigen uns in ewiger Verbundenheit": So trauert Augustiner auf der Brauerei-Homepage um Jannik Inselkammer
"Viel zu früh und tragisch verstorben": Jannik Inselkammer. Die Augustiner Brauerei trauert auch auf der Website.
Feindt/augustiner-braeu.de 3 "Viel zu früh und tragisch verstorben": Jannik Inselkammer. Die Augustiner Brauerei trauert auch auf der Website.

München - Ski-Drama in Kanada! Jannik Inselkammer, der Gesellschafter der Augustiner Brauerei, ist von einer großen Eis-Lawine erfasst worden. Inselkammer lag eine Stunde lang unter drei Metern Schnee und abgeknickten Bäumen. Jede Hilfe kam zu spät. Der Unternehmer wurde 45 Jahre alt.

Das Unglück passierte kanadischen Medienberichten zufolge am Montagvormittag. Demnach war Inselkammer im Skigebiet Revelstoke (Provinz British-Columbia) auf einem Heli-Skiing-Ausflug unterwegs. Dabei sei er von einer Eislawine erfasst worden, als er gerade mit vier anderen Wintersportlern auf den Hubschrauber wartete. Inselkammer sei drei Meter unter einer Schneeschicht begraben worden.

Lesen Sie hier: Tod in Kanada bei Heli-Skiing Jannik Inselkammer tot:

Trotz erster Hilfe starb Inselkammer an seinen Verletzungen. Ein weiterer Mann erlitt leichtere Verletzungen und kam in ein Krankenhaus.

Polizeiprecher Sprecher Kurt Grabinsky berichtet in der Revelstoke Times Review: "Die Lawine ging direkt über dem Mann herunter und war stark genug, ausgewachsene Bäume umzureißen. Die Gruppe konnte ein Notsignal abgeben und wurde einige Minuten später lokalisiert."

Wie das Heli-Skiing-Portal canadianmountainholidays.com weiter schreibt, sei die Lawine in einer Höhe von 2500 Metern losgegangen und habe ein 250-Meter-Feld ausgewachsener Bäume zerstört. Dann erreichte das Schneebrett die Heli-Skiing-Gruppe auf einer Höhe von 1400 Metern. Jannik Inselkammer sei völlig darunter begraben worden, konnte mit Hilfe eines Senders lokalisiert, aber nicht reanimiert werden.

"Tiefstes Mitgefühl": Heli-Skiing-Anbieter veröffentlicht Statement

In einer Stellungnahme äußert sich der Heli-Skiing-Anbieter CMH über den Unfall: "Wir haben tiefstes Mitgefühl für die Familie des Opfers. Tausende von Gästen, die jeden Winter mit uns Ski fahren, sind für uns wie eine Familie. Es ist unmöglich, die Trauer, die wir fühlen, in Worte zu fassen, die von unseren Gästen, ihren Familien und allen unseren Mitarbeitern geteilt wird.“

Marketing-Direktor Jeremy Roche des Heli-Skiing-Anbieters CMH gab der Revelstoke Times Review ein Interview über das Unglück.

Demnach war die Gruppe im "Birthday Bowl"-Skigebiet unterwegs und hatte die Strecke bereits dreimal abgefahren. Die Gruppe wartete auf den Helikopter an einer Stelle, wo die Urlauber seit 1980 ohne Zwischenfall vom Hubschrauber abgeholt wurden.

Das Waldstück, das durch die Lawine zerstört wurde, war 250 Meter beit und 150 Meter lang. Die Lawine soll außergewöhnlich groß gewesen sein. Die Bäume hatten teilweise als Lawinenschutz für den Landeplatz des Helikopters gedient.

Zur Zeit des Unfalls waren ein Tourenführer und vier Gäste am Landeplatz. Alle fünf Tourengeher wurden von der Lawine erfasst, aber nur ein Mann, Jannik Inselkammer, wurde komplett überschüttet. Die vier anderen konnten sich selbst aus der Lawine befreien.

Ein Helikopter konnte die Unfallstelle erreichen, ein weiterer Hubschrauber wurde angefordert. Wie Roche weiter berichtet, konnten die Helfer den Verschütteten aufgrund des Senders "recht schnell" finden. Allerdings dauerte es aufgrund der Tiefe und der Textur des Schnees eine Stunde, bis sie das Unfall-Opfer freibekamen. "Der Mann war drei Meter unter einem Mix aus Schnee und Baum-Trümmern begraben".

Zu diesem Zeitpunkt sei noch nicht klar, ob die Lawine natürlichen Ursprungs gewesen sein, oder eventuell sogar absichtlich ausgelöst wurde.

Roche berichtete, dass das Gebiet von den Touren-Führern täglich abgenommen werden muss. Die Tour wurde für diesen Tag zum Skifahren freigegeben.

Eine Münchner Unternehmerfamilie

Jannik Inselkammer wurde als Sohn des Münchner Brauunternehmers Hans Inselkammer geboren. Dessen Cousins sind Franz Inselkammer (78, Besitzer der Brauerei Aying) und Wiesn-Wirt Peter Inselkammer (42, Platzl-Hotel, Pfistermühle, Ayingers am Platzl, Platzl-Gassen, Armbrustschützenzelt).

Mit dem Eintritt von dessen ältestem Sohn, Peter Inselkammer, als Geschäftsführendem Gesellschafter in die Gast- und Vergnügungsstätten Platzl KG im Jahr 2000 ist die Unternehmensnachfolge geregelt.

1996 erwarb Jannik Inselkammer mit 77 Prozent die Aktienmehrheit an der Aktienbrauerei zum Hasen Augsburg. Er war von 1997 bis 2003 Geschäftsführer der familieneigenen Brauereien Tucher Bräu und ab 1997 ebenfalls von Lederer Bräu, beide in Nürnberg ansässig.

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