Little London in München: Dinieren wie bei den Royals

Der Wirt des Little London hat den Corona-Lockdown gut genutzt – und bietet Gästen nun einen ganz besonderen Service.
| Paul Nöllke
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Madeleine Heinrich und ihr Freund Mario Pargger mit "Hopsn" im neuen "Wohnzimmer" des Little London
Madeleine Heinrich und ihr Freund Mario Pargger mit "Hopsn" im neuen "Wohnzimmer" des Little London © Bernd Wackerbauer

München - Von außen erinnert das "Little London" im Tal eher an einen Pub im Londoner East End als an den Buckingham Palace. Doch im Inneren hat das recht feine Restaurant nun ein exklusives Angebot für seine Gäste.

Wohnzimmer mieten – samt eigenem Kellner und Barkeeper

"Sie sitzen quasi in meinem privaten Wohnzimmer", sagt Mario Pargger, der Wirt des "Little London", am Freitag beim AZ-Besuch. Im Raum hinter ihm: opulente Blumentapete, eine schwere Anrichte, darüber ein Bild von Winston Churchill.

Parggers "Wohnzimmer" ist während des Corona-Lockdowns entstanden. Und ganz besonderen Gästen vorbehalten. Den Raum über dem eigentlichen Restaurant soll man mieten können – samt eigenem Kellner und Barkeeper.

"Little London": Hier ist Platz für etwa 20 Gäste, die mehr als 1500 Euro ausgeben sollten.
"Little London": Hier ist Platz für etwa 20 Gäste, die mehr als 1500 Euro ausgeben sollten. © Bernd Wackerbauer

Das ist nicht alles, was diesen Raum besonders macht. "Hier ist der Aufzug", erklärt Pargger und zieht einen Vorhang auf. Mit diesem Aufzug sollen die besonderen Gäste, die den Raum gebucht haben, in einen privaten Weinkeller herunterfahren können. Direkt neben dem Aufzug gibt es auch einen diskreten Zugang zu dem Raum.

1.500 Euro sollten die Gäste mindestens zahlen

Wer nicht von den Gästen im Erdgeschoss gesehen werden will, kann im Hinterhof sein Auto parken (oder parken lassen) und gleich durch den Hintereingang in den gebuchten Raum eintreten. "Wer gesehen werden will, kann natürlich auch unten durchs Lokal gehen", meint Pargger. Sehen und gesehen werden: Es ist ja immerhin München!

Platz ist im Raum für etwa 20 Gäste, die hier mindestens 1.500 Euro ausgeben sollten, immerhin müsse er zwei Angestellte zahlen, die das Ganze betreuten, so Pargger.

Das ist aber nicht das Einzige, was Pargger an diesem Freitag präsentieren will. Der gelernte Sommelier war in der Coronapause fleißig. So hat er auch ein eigenes Getränk kreiert: den "Hopsn".

Was steckt im "Hopsn"-Getränk?

Die Beschreibung klingt erstmal recht ungewöhnlich: eingekochtes Bier, Malz, Hollerblüten, Obstbrand und Enzianwurzel. Der "Hopsn" soll ein Aperitif sein, sagt Pargger. Oder besser ein Aperitif-Likör, wie Parggers Freundin, Madeleine Heinrich, einschiebt, die die Verpackungen gestaltet hat: "Man kann ihn pur oder mit Sekt oder Champagner trinken." Ob der "Hopsn" sich im Aperol-begeisterten München durchsetzen kann?

Trotz der unkonventionellen Zutaten schmeckt der "Hopsn" pur (fast gefährlich) süffig, das eingekochte Bier gibt dem Getränk eine Karamellnote, der Enzian hinterlässt im Mund einen ganz leicht bitteren Nachgeschmack.

Als ob das nicht genug wäre, hat Pargger in den letzten Monaten noch etwas entwickelt. Seine Bar sei bekannt für Gin Tonic, so der Wirt. In jedem seiner Gin Tonics sei neben Gin, Tonic Water und Eis immer auch ein "Botanical", wie zum Beispiel Rosmarin. Das will Pargger nun auch für zu Hause anbieten.

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Unter dem Namen "My Gin Tonic" verkauft er Pakete, mit einer kleinen Flasche Gin, einer Dose Tonic und dem dazu passenden "Botanical". Zu kaufen in der Bar, im Kustermann oder bei Käfer. Und so kann man sich auch für weniger als 1.500 Euro für einen Raum etwas wie im "Little London" fühlen – ganz diskret im eigenen Zuhause.

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