Kommunalwahl: Die ÖDP will "Königsmacher" werden

Die Ökodemokraten stellen ihre Kampagne für die Kommunalwahl im März vor – mit dem Slogan: "Nicht nur reden. Machen!" Das Ziel: viertstärkste Partei im Münchner Stadtrat werden.
| Irene Kleber
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"Bayerns erfolgreichste Oppositionspartei": Stadtrat Tobias Ruff, der Gewässerökologe und OB-Kandidat der ÖDP ist, zeigt das Hauptplakat der ÖDP-Kampagne. Ab Januar sollen die Plakate überall in der Stadt hängen.
iko "Bayerns erfolgreichste Oppositionspartei": Stadtrat Tobias Ruff, der Gewässerökologe und OB-Kandidat der ÖDP ist, zeigt das Hauptplakat der ÖDP-Kampagne. Ab Januar sollen die Plakate überall in der Stadt hängen.

München - Sie ist jung, engagiert und sie ist orange – die Kampagne der ÖDP für die Kommunalwahl im März.

Und sie passt in das Stadtbüro der Ökodemokraten, die sich als Untermieter in einer Agentur in der Landwehrstraße eingemietet haben. In den hellen Hinterhofräumen steht ein Kicker, die Wand ziert eine Tapete mit grasenden Kühen vor Bergpanorama, in der Ecke steht als Minibüro eine Gondel und einen "Relaxstuhl", der von der Decke hängt, gibt es auch.

Klimaschutz, Radsicherheit oder Wachstums-Stopp

Stadtrat Tobias Ruff, ÖDP-Stadtchef Thomas Prudlo und eine Handvoll Mitstreiter sitzen am Freitag breit lächelnd am Konferenztisch, als sie ihre Plakatserie für die Wahl präsentieren. Die Themen: Klimaschutz, Radsicherheit, Stadtviertelschutz – und ein Wachstums-Stopp für München.

Das Hauptplakat wirbt mit den Erfolgen der kleinen ÖDP, die nicht nur den Bürgerentscheid "Raus aus der Steinkohle" initiiert, sondern auch das Bienen-Begehren und die beiden Radl-Begehren erfolgreich durchgesetzt hat. "Das macht uns zu Bayerns erfolgreichsten Oppositionspartei", sagt Prudlo. Nun will die ÖDP diesen Höhenflug auch in Wählerstimmen umwandeln – mit dem Slogan "Nicht nur reden. Machen!"

3,6 Prozent der Münchner Stimmen hat die ÖDP, die drei Stadträte im 80-köpfigen Stadtrat hat, bei der Europawahl im Mai bekommen. Das sind schon ein paar Prozent mehr als bei der Kommunalwahl 2014 (2,5 Prozent). Das neue Ziel: fünf bis sechs Prozent.

Das Ziel: Ohne die ÖPD soll nach der Wahl nichts gehen

"Wir wollen nach der Wahl eine Fraktion aus vier bis fünf ÖDPlern haben", sagt Ruff. "Und nach Grünen, SPD und CSU die viertstärkste Partei im Stadtrat werden", sagt Thomas Prudlo, "damit wir, wenn es um die Bildung von Koalitionen geht, die Königsmacher werden – und nicht die FDP."

Ob die ÖDPler lieber eine rot-grüne oder schwarz-grüne Koalition unterstützen wollen, dazu wollen sie sich nicht festlegen. "Wir haben Schnittmengen mit allen drei Parteien", sagt Prudlo. Beim Klimaschutz mit den Grünen, beim Radverkehr mit der SPD, bei der Frage, welche Bebauung das Siedlungsgebiet im Münchner Norden und Nordosten verträgt, mit der CSU.

Dass sie für ihre Stadtratsliste Kandidaten aus neun Bürgerinitiativen gefunden haben, stimmt Prudlo jedenfalls ziemlich siegessicher: "Wir werden diesmal extrem viele junge Münchner erreichen, die politisch noch nicht festgelegt sind."   

Lesen Sie hier: Neue Wahlliste

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