Kita-Streik: SPD fordert volle Rückzahlung für Eltern

Der Kita-Streik in Bayern ist in vollem Gange, viele Einrichtungen sind geschlossen. Viele Eltern stellt das vor ein riesiges Problem - jetzt fordert die Münchner SPD eine volle Rückzahlung der Kita-Gebühren.
| dpa/az
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Die Erzieher streiken, die Eltern müssen andere Lösungen für die Unterbringung ihres Kindes finden. Das kostet Zeit und Nerven. Jetzt fordert die Münchner SPD eine volle Rückzahlung der Kita-Gebühren für alle Eltern.
dpa Die Erzieher streiken, die Eltern müssen andere Lösungen für die Unterbringung ihres Kindes finden. Das kostet Zeit und Nerven. Jetzt fordert die Münchner SPD eine volle Rückzahlung der Kita-Gebühren für alle Eltern.

München - Eltern müssen in diesen Tagen in Sachen Nachwuchsbetreuung kreativ bleiben. Die Erzieher streiken weiter. Die SPD in München will nun, dass die ohnehin gebeutelten Eltern ihre Kita-Gebühren für die Streikzeit zurückbekommen.

Hunderte kommunale Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayern sind auch am Dienstag geschlossen geblieben. Tausende Eltern mussten eine alternative Betreuung für ihre Kinder organisieren. In München sollen Väter und Mütter nach dem Willen der SPD-Stadtratsfraktion für die Streikzeit ihre Kita-Gebühren voll zurückerhalten.

Lesen Sie hier: Kita-Streik - Mit den Eltern im Rücken

Viele Eltern müssten Urlaubstage opfern oder kreative Lösungen finden, damit der Nachwuchs versorgt sei, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, Birgit Volk, am Dienstag. "Da ist es das Mindeste, dass die Eltern sich nicht auch noch Gedanken darüber machen müssen, ob sie je nach Streikdauer vielleicht ganz oder teilweise für eine Leistung bezahlen, die sie gar nicht erhalten haben."

Die Fraktion hat einen entsprechenden Antrag eingebracht, der im nächsten Plenum der bayerischen Landeshauptstadt am 20. Mai behandelt werden soll. Nach der städtischen Gebührensatzung wird Geld erst erstattet, wenn eine Einrichtung an fünf aufeinander folgenden Betreuungstagen ersatzlos geschlossen war, zudem gibt es eine Staffelung. Die SPD-Fraktion will für den aktuellen Streik aber eine volle Erstattung vom ersten Tag an.

Alles, was sie zum Kita-Streik wissen müssen

Der unbefristete Streik der Erzieherinnen und Sozialarbeiter ging am Dienstag im Freistaat in seinen zweiten Tag. "Es sind deutlich mehr Kolleginnen und Kollegen den Streikaufrufen gefolgt als erwartet", hieß es bei Verdi München im Internet. "Dieses starke Signal scheint allerdings noch nicht beim Arbeitgeber angekommen zu sein."

Nach Gewerkschaftsangaben waren am Dienstag bundesweit über 40 000 Erzieherinnen und Erzieher im Ausstand. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der kommunale Arbeitgeberverband VKA forderten sich gegenseitig auf, den Weg für eine neue Verhandlungen frei zu machen. Die Erzieher verlangen, dass ihre immer qualifiziertere Arbeit entsprechend bezahlt wird.

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