Impftag ohne Termin in München: Es wird geimpft - und kaum einer geht hin

Am Sonntag veranstaltet die Stadt den ersten Impftag ohne Termin in Riem. Ein Erfolg, sagt das Gesundheitsreferat, aber es wäre deutlich Luft nach oben. Derweil steigt die Inzidenz in München weiter an.
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Das Impfzentrum in Riem.
dpa Das Impfzentrum in Riem.

München - Es gibt Tage in Riem, gut es sind nicht allzu viele, da werden an einem Tag 9.000 Spritzen verabreicht. Das sind Zahlen, die medizinisches und nicht-medizinisches Fachpersonal im Impfzentrum tatsächlich an die Kapazitätsgrenze bringen. An einem durchschnittlichen Tag werden eher 4.000 Spritzen aufgezogen und verabreicht.

Sonderimpfkation mit deutlich Luft nach oben

Geimpft wurde, wer vorher einen Termin vereinbart hatte. Inzwischen bietet die Stadt auch offene Impftage an, jeder kann sich dann in Riem ohne Termin impfen lassen - vorausgesetzt, er ist im Portal Bayimco registriert.

Die erste Sonderaktion hat an diesem Sonntag stattgefunden. Am Montag hat die Stadt Bilanz gezogen. Und ist zufrieden. Die Aktion sei "auf gute Resonanz gestoßen".

Weniger als 2.000 Menschen lassen sich impfen

1.644 Menschen hätten sich am Sonntag ohne vorherige Terminvereinbarung in Riem impfen lassen. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD): "Der gute Auftakt unseres Impfangebotes ohne vorherige Anmeldungen zeigt, dass wir mit unserer Impfkampagne auf dem richtigen Weg sind."

Weniger als 2.000 Menschen am Tag sind natürlich deutlich weniger Impflinge, als das Impfzentrum zu leisten fähig wäre. Es zeigt sich, auch in München macht sich eine Impfmüdigkeit breit. 65,9 Prozent der Münchner über 18 haben inzwischen die erste Spritze bekommen, 52,1 Prozent auch die zweite. Zehn Tage vorher, am 9. Juli, lag die Erstimpfungsquote allerdings auch schon bei 63,1 Prozent.

München: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 17,9

Derweil ist die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb dieses Zeitraums von 11,5 auf 17,9 am Montag gestiegen. Dabei steigt die Inzidenz wohl vor allem in den Altersgruppen, die noch nicht geimpft sind.

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So weist das Landesamt für Gesundheit die Inzidenz für Bayern, leider nicht für die Stadt, auch für die verschiedenen Altersgruppen aus. In der Altersgruppe über 80 liegt die Inzidenz derzeit bei zwei (in der Vorwoche eins), in der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren liegt sie seit drei Wochen konstant bei zwei.

Betrachtet man hingegen die Jüngeren, sieht man eine Tendenz nach oben. In der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen stieg die Inzidenz in den vergangenen drei Wochen bayernweit von 13 auf 22. Bei den 20- bis 34-Jährigen immerhin von zehn auf 15. Für die Stadt könnte es sich also lohnen, ihre Impfkampagne bei den Jüngeren über 18 noch gezielter zu bewerben.

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