Update

IAA in München: Größter Polizeieinsatz seit langem! Innenminister befürchtet massive Störungen

Nächste Woche beginnt in München die IAA Mobility. Die Polizei ist im Großeinsatz, es werden zahlreiche Störungsaktionen erwartet. In einer Pressekonferenz haben Innenminister Herrmann und das Polizeipräsidium über das Konzept informiert.
| Christina Schärfl Ralph Hub
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
20  Kommentare Artikel empfehlen
Die Polizei München und Innenminister Joachim Herrmann stellen das Einsatzkonzept zur IAA Mobility in München vor: (v.l.) Einsatzleiter Polizeivizepräsident Michael Dibowski, Herrmann, Polizeipräsident Thomas Hampel und Pressesprecher Andreas Franken.
Die Polizei München und Innenminister Joachim Herrmann stellen das Einsatzkonzept zur IAA Mobility in München vor: (v.l.) Einsatzleiter Polizeivizepräsident Michael Dibowski, Herrmann, Polizeipräsident Thomas Hampel und Pressesprecher Andreas Franken. © Ralph Hub

München - Am Dienstag, 7. September, beginnt in München die IAA Mobility. Sowohl auf dem Messegelände Riem als auch auf verschiedenen Plätzen im Zentrum der Stadt werden Veranstaltungen stattfinden. 

Herrmann: "Polizei ist für den Großeinsatz hervorragend vorbereitet"

Die Polizei erwartet erhebliche Störungen und Blockaden durch die linksextreme Szene. Doch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte bei einer Pressekonferenz am Freitag in München: "Die Bayerische Polizei ist für den Großeinsatz hervorragend vorbereitet. In der Spitze werden bis zu 4.500 Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit während der IAA in München sorgen."  Es ist der größte Polizeieinsatz in München seit 20 Jahren.  Ziel sei dabei vor allem auch, die Beeinträchtigungen für die Münchner so gering wie möglich zu halten.

Bis zu 50.000 Demonstrierende sind alleine bei der Radsternfahrt und der anschließenden Kundgebung auf der Theresienwiese (Samstag, 11. September) zu erwarten. Ob sie auch so stattfinden kann, wie vom ADFC geplant, ist noch unklar (Mehr dazu lesen Sie hier).

Polizei will Zwischenfälle wie in Frankfurt verhindern

"Manche Akteure scheinen an Randale, Krawall und Gewalt interessiert zu sein. Das zeigen entsprechende Aufrufe insbesondere aus dem linksextremen und linksautonomen Milieu. Wir rechnen mit einer Mobilisierung weit über Deutschlands Grenzen hinaus", so Herrmann.

Befürchtet werden laut dem Innenminister Aktionsformen wie "Straßenblockaden, Eindringversuche in Veranstaltungsräume, Kletter- und Abseilaktionen an exponierten Bauwerken sowie schwerwiegende Sabotageaktionen in Form von Sachbeschädigungen bis hin zu Brandstiftungsdelikten an Autos, beteiligten Einrichtungen und Firmen, themenverwandten Objekten und der kritischen Infrastruktur".

Bei der letzten IAA vor zwei Jahren in Frankfurt wurde die Glasfront eines Autohauses demoliert und 40 hochwertige Autos angezündet. Derartige Zwischenfälle will die Polizei in München verhindern. Besonders gefährdete Objekte werden deshalb beobachtet und bewacht. Auf dem Messegelände in Riem setzt die Polizei einen Fesselballon ein, der mit einem Videosystem ausgerüstet ist und über dem Gelände schwebt. "Dadurch sollen Störaktionen frühzeitig erkannt werden", heißt es bei der Polizei.

Bundeskanzlerin Merkel eröffnet IAA

Zur Eröffnung der IAA am Dienstag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel in München erwartet. Die Bundestagswahl könnte zudem die Situation verschärfen, sagte der Innenminister. Es sei anzunehmen, dass sie "ein zusätzlicher Anreiz sein kann für radikale Kräfte". Wie viele gewaltbereite Linksautonome tatsächlich nach München kommen, wissen derzeit weder Innenminister noch Präsidium.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Polizeipräsident: "München hat keinen Platz für Randalierer"

Auch Super-Recognizer will die Polizei einsetzen, erklärte Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel bei der Pressekonferenz. Er richtet sich direkt an Störer: "München hat keinen Platz für Gewaltkrawalle und Randalierer, also sparen Sie sich die Anreise!"

 Schon die Anreise nach München werde überwacht, kündigt die Polizei an. Unterstützt wird sie von der Bundespolizei und den Beamten aus anderen Ländern.

Auch zahlreiche friedliche Proteste geplant

Daneben sind in der kommenden Woche aber auch zahlreiche friedliche Proteste und Aktionen in der Stadt geplant. Rund 50 Veranstaltungen sind angekündigt. Auf der Theresienwiese will ein Bündnis verschiedener Organisationen während der gesamten sechs Messetage ein Protestcamp mit Übernachtung von bis zu 1.500 Personen als Dauerdemo durchführen, verbunden mit einer entsprechenden Anzahl an Schlaf- und Gemeinschaftszelten sowie weiterer Infrastruktur.

Vor allem am 11. September rechnet die Polizei mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen in der gesamten Stadt, auch zahlreiche Reiserückkehrer werden am letzten Wochenende der Sommerferien erwartet. 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 20  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
20 Kommentare
Artikel kommentieren