Grün-rote Verkehrspläne: Mehr als nur Radwege

Ein eigenes Verkehrsreferat und große Pläne: Was Grün-Rot vorhat – und wo man derzeit noch sehr vage bleibt.
| Irene Kleber
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Seit Ende Juni hat München fünf Pop-up-Radwege.
imago Seit Ende Juni hat München fünf Pop-up-Radwege.

München - Autos raus aus der Innenstadt, hunderte Parkplätze abschaffen für neue Radwege, Freischankflächen und unkommerzielle Sitzgelegenheiten – und eine Zukunft, in der die Münchner 80 Prozent ihrer Wege in der Stadt zu Fuß, mit dem Rad, ÖPNV oder E-Fahrzeugen zurücklegen (anstatt wie jetzt 34 Prozent mit dem Auto).

So wünscht sich die neue grün-rote Rathausmehrheit die Verkehrswende, und damit die "schlagkräftig" vorangeht, soll das neue städtische Mobilitätsreferat im Januar seine Arbeit aufnehmen. Dazu werden in Sendling 300 Mitarbeiter unter einem Dach versammelt, die jetzt noch auf Behörden wie das Bau-, Kreisverwaltungs- oder Umweltreferat verteilt sind.

Der Zeitplan für die Verkehrsprojekte bleibt vage

Am Dienstag haben Grüne und SPD ihre Verkehrsziele noch einmal in einer Pressekonferenz im Rathaus vorgetragen. Im Zeitplan oder in Details blieben sie aber vage. Eins der nächsten Projekte, die man zur autofreien Innenstadt angehen wolle, sei der Umbau im Tal zur Fußgängerzone, erklärte Grünen-Stadträtin Mona Fuchs.

Auch mit der Reduzierung öffentlicher Parkplätze werde es weitergehen. Diesen Sommer seien 780 zu Freischankflächen umgebaut worden. Fuchs sieht hier "das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht", nennt aber keine Zahl, die sie erreichen möchte. Konsequent verfolgen wolle man die Fertigstellung der Tram-Westtangente bis 2026, Taktverdichtungen bei U-Bahn, Bus und Tram und die Umstellung der Busflotte auf E-Busse bis 2030.

"Sehr viele" Bewerbungen für den Posten

Auch an einer neuen App soll das neue Referat arbeiten. Dort sollen neben Angeboten der MVG auch solche von Sharing-Anbietern mit Rädern, E-Scootern oder Autos zu finden sein.

Der neue Chef oder die neue Chefin steht noch nicht fest. "Sehr viele, sehr gute" Bewerbungen lägen vor, sagt Grünen-Fraktionschef Florian Roth. Die aussichtsreichsten Bewerber stellen sich im Herbst im Stadtrat vor. Das Vorschlagsrecht haben laut Koalitionsvertrag die Grünen, gewählt wird im Herbst.

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