Großmarkt: Neuer Investor ist fix - Büschl übernimmt

Planungen beginnen von vorne: Auf dem Areal in Sendling sollen auch Wohnungen entstehen. Anfang 2022 will die Stadt endgültig entscheiden.
| Christina Hertel
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Blick auf Halle 1 des Großmarkts in Sendling.
Blick auf Halle 1 des Großmarkts in Sendling. © imago images/Daniel Schvarcz

Sendling - Den ersten Entwurf für eine neue Großmarkthalle präsentierte die Stadt 2016. Dann stampfte sie plötzlich alles ein, denn statt selbst zu bauen, sollte ein Investor übernehmen: die Firma Umschlagzentrum Großmarkt München (UGM). Auch sie ließ einen Plan erstellen. Doch weil alle guten Dinge bekanntlich drei sind, darf nun wohl noch ein neuer Architekt ran.

Großmarkt: Auch preisgebundener und geförderter Wohnraum soll entstehen

Am Dienstag gab die Büschl Unternehmensgruppe offiziell bekannt, was die AZ bereits vor Wochen berichtet hatte: Sie wird den Bau der neuen Großmarkthalle übernehmen. Durch Corona waren die Verhandlungen zwischen der UGM und der Stadt ins Stocken geraten.

Und nun kommt es offensichtlich zu einem ganz neuen Konzept: Laut der Dritten Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) soll auf dem Areal auch preisgebundener und geförderter Wohnraum entstehen. Wie viele Wohnungen Büschl dort bauen will, ist allerdings noch unklar. 

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Kann der neue Großmarkt tatsächlich bis 2030 fertig werden?

Anscheinend plant der Investor auf dem Großmarktgelände aber auch Büros und Hotels, so ist es aus Stadtratskreisen zu vernehmen. Einschnitte für die Händlerschaft soll es laut Dietl allerdings nicht geben. Gelingen soll dies, so heißt es, indem die Verkehrswege anders geplant werden als bisher.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU), die für das Projekt hauptsächlich verantwortlich ist, geht davon aus, dass Projekt nun mit einem "renommierten Investor an Bord" an "Fahrt" aufnehmen wird. Dass der neue Großmarkt tatsächlich 2030 fertig wird, wie es zuletzt geplant war, hält die CSU-Stadträtin Heike Kainz allerdings für sportlich. "Das klappt nur, wenn wir jetzt ordentlich die Ärmel hochkrempeln."

Planungen für neuen Großmarkt: Skepsis bei Linken und Grünen

Stefan Jagel von der Linken fürchtet allerdings, dass sich die Stadt dabei, bloß um pünktlich fertig zu werden, über den Tisch ziehen lässt. Dass neben der Großmarkthalle tatsächlich qualitativ hochwertiger Wohnraum entstehen wird, bezweifelt er.

Auch Anna Hanusch, die Stadtrats-Chefin der Grünen, klingt skeptisch. Sie fordert, dass der neue Investor rasch ein Konzept vorlegt. Bis zum Ende des ersten Quartals muss die Stadt aus ihrer Sicht entscheiden, ob es so tragfähig ist.

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