Gott ermalzs! - Söder zapft Hofbräu-Jubiläumsbier an

Zum 500. Jahrestag des Reinheitsgebotes gibt es vom Hofbräuhaus ein Sonderbräu, das an Bier aus der Gründerzeit erinnern soll.
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Markus Söder und Michael Möller beim Anzapfen des ersten Fasses.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder und Michael Möller beim Anzapfen des ersten Fasses.
Markus Söder und Michael Möller beim Anzapfen des ersten Fasses.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder und Michael Möller beim Anzapfen des ersten Fasses.
Markus Söder und Michael Möller beim Anzapfen des ersten Fasses.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder und Michael Möller beim Anzapfen des ersten Fasses.
Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Daniel von Loeper 8 Markus Söder scheinte das Jubiläumsbier auch zu schmecken.
Von links: Rudi Schenkel, Markus Söder, Klaus Röhm und Franz Josef Dopfer.
Daniel von Loeper 8 Von links: Rudi Schenkel, Markus Söder, Klaus Röhm und Franz Josef Dopfer.

München - Sehr malzig ist es, untergärig, trüb weil unfiltriert und mit wenig Kohlensäure, weil es aus dem Holzfass kommt – und damit es nicht durchrutscht als irgendein weiteres Bier, ist der Sondersud zur Feier von 500 Jahren Bayerischem Reinheitsgebot limitiert, auf 25 000 Liter. Das Jubiläumsbier des Hofbräuhauses ist außerdem offenkundig CSU-freundlich: Als Heimat- und Finanzminister Markus Söder das erste Fass – mit zwei Schlägen – ansticht, spritzt es nicht herum, sondern gluckert friedlich-schaumig in die Maßkrüge.

Ausstellung im Stadtmuseum: Bier-Stadt München

Die Würze riecht man noch mehrere Meter vom Fass entfernt. "Das gude bayrische Bier", sagt Söder, und nach einer kurzen testenden Mundspülung mit dem Neuen strahlt er in die Kameras. "Zu Bayern gehört Bier, besonders das Hofbräu und das Hofbräuhaus und natürlich das Reinheitsgebot." Er hoffe, dass es erhalten bleibt.

 

Ein Bier wie vor 500 Jahren

 

Nach diesem Gebot – nur Malz, Wasser, Hopfen und Hefe darf rein – ist natürlich auch dieser Gerstensaft gebraut. "Wir haben ein Bier von vor 500 Jahren kreiert, das unseren Geschmacksvorstellungen von heute entspricht", sagt Hofbräuhaus-Chef Michael Möller.

Zumindest ist es relativ so, wie es in der Gründerzeit gewesen sein wird: Aus den Aufzeichnungen von damals kennt man den Malzgehalt pro Hektoliter, "der Hopfen kam vermutlich aus der Region, wir denken: Holledau". Und die Wirkung der Hefe erkannten Brauer erst im 17. Jahrhundert – den gezielten Einsatz noch später.

Das Reinheitsgebot findet Möller immer noch wichtig, auch wenn Getränke, die außerhalb Deutschlands abweichend vom Reinheitsgebot gebraut wurden sich in Deutschland "Bier" nennen dürfen – und hier gebraute nicht. "Der Konsument hat eine Erwartungshaltung. Mais oder Reis ist natürlich nicht schlechterer als Bestandteil. Aber das darf nicht kippen, sonst weiß man doch irgendwann in der Welt nicht mehr, was Bier ist."

Seit Montag werden übrigens 500 Liter vom Bräu kostenlos ausgeschenkt. Als Söder das verkündet, erheben sich einige in der Wirtschaft, die meisten bleiben sitzen. Ist doch noch Bier in ihren Gläsern. Hektisch werden wegen einer neuen Sorte? Ah geh.

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