Gasteig-Baustelle – Was dort nun droht: "Nicht akzeptabel"

Die "Kindervilla" müsste Ende Juni einem Baubüro weichen. Doch OB und OB-Kandidaten und deren Parteien fordern eine andere Lösung. 
Jan Krattiger
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Der Gasteig: Kulturkoloss in Haidhausen. Bald soll die Sanierung starten.
Der Gasteig: Kulturkoloss in Haidhausen. Bald soll die Sanierung starten. © dpa/Peter Kneffel

Ende des Jahres soll die Generalsanierung im Gasteig starten, bis Ende Juni müssen schon alle Zwischennutzungen aus dem Kulturkoloss in Haidhausen ausziehen.

Wegen Gasteig-Umbau: Kindervilla in Gefahr

Die Arbeiten haben aber auch Auswirkungen im direkten Umfeld des Gebäudes: In das benachbarte Gebäude an der Kellerstraße 8 sollte nach Plänen der Gasteig GmbH im Sommer das Baubüro einziehen. Dort ist in einer alten Villa allerdings ein Kindergarten mit 70 Kindern untergebracht. Früher eine eigenständige städtische Kita dient die sogenannte Kindervilla seit 2021 als Ausweichquartier für das Kindertageszentrum (KiTZ) an der Herrnstraße in der Altstadt. Für dieses wird derzeit ein Neubau in der Altstadt geplant, der 2029 fertig sein soll. Dass der Interims-Standort des Kindergartens nun auch Ende Juni schließen müsse, ist den Eltern offenbar auf einem Informationsabend erklärt worden.

Dagegen regt sich nun politischer Widerstand: Der Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagt, er habe die zuständigen Stellen angewiesen, die Kündigung zurückzunehmen. "Eine Kündigung der Räumlichkeiten mitten im Kindergartenjahr ist nicht akzeptabel. Deshalb habe ich die Verwaltung beauftragt, eine für alle einvernehmliche Lösung zu finden".

"Unverständlich": SPD und CSU wollen "Kindervilla" retten

Gleiches fordert auch die SPD-Fraktion im Stadtrat mit einem Antrag, den sie am Freitag (23.1.) eingereicht hat. "Das Vorgehen der Gasteig GmbH ist für mich unverständlich", sagt die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Kathrin Abele dazu. "Es gibt wirklich viele Räume auf dem Areal, da sollte man die Kita definitiv nicht als erste kündigen."

Und auch die Stadtratsfraktion von CSU/Freien Wählern fordert – sogar mit einem Dringlichkeitsantrag für den Wirtschaftsausschuss vom 27. Januar –, dass die Kindervilla gerettet werden soll. Ein benötigtes Baubüro könne vermutlich auch im großen Gasteig-Gebäude untergebracht werden, so die CSU. Sie fordert, dass die "Kindervilla" bis zur Fertigstellung ihres Neubaus in der Herrnstraße am alten Standort bleiben kann.

Schließlich findet auch der CSU-OB-Kandidat, dass die "Kindervilla" unbedingt bleiben muss: "Ich will, dass Kinder und Eltern im gewohnten Umfeld bleiben können", sagt Baumgärtner. Für ihn wäre es auch möglich, dass das Baubüro zur Not in Baucontainer untergebracht wird.

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