Für Obdachlose: SPD und FDP wollen Duschbus nach München holen

FDP und SPD beantragen, dass ein Hamburger Projekt mit mobilen Waschräumen auch in München umgesetzt wird.
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Einfach nur Hände waschen, das geht in dem Bus.
Markus Scholz/dpa Einfach nur Hände waschen, das geht in dem Bus.

München - Das Hamburger Projekt ist erst ein paar Tage alt. Und hat schon so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass sich nun das Münchner Rathaus damit beschäftigt. In der norddeutschen Metropole können sich Obdachlose in einem eigens dafür umgebauten Linienbus duschen, waschen und neu einkleiden. "Es ist ein angenehmer Raum. Man fühlt sich dort einfach wohl. Es ist würdevoll gemacht und man hat viel Platz", sagt Initiator Dominik Bloh. Bloh war selbst sehr lange obdachlos und hatte damals oft eine reinigende Dusche vermisst. So war die Idee entstanden.

Duschbus für Obdachlose: Badezimmer und Kleiderkammer

Gestern beantragte die FDP im Rathaus, dass auch München einen solchen Bus bekommen soll. Im Hamburger Vorbild gibt es drei abschließbare Badezimmer und eine Kleiderkammer. In Berlin hat kürzlich ebenfalls ein Duschbus seinen Dienst aufgenommen. Dort richtet sich das Angebot an obdachlose Frauen.

Einfach nur Hände waschen, das geht in dem Bus.
Einfach nur Hände waschen, das geht in dem Bus. © Markus Scholz/dpa

Duschbus: Alter MVG-Bus soll umgebaut werden

Die Münchner Initiative geht jetzt von FDP-Stadtrat Thomas Ranft aus. Im Gespräch mit der AZ sagte er gestern, er könne sich vorstellen, dass das Projekt – wie in Hamburg – durch Spenden finanziert werde. Die Stadt solle es aber koordinieren.

Ranft schwebt ein alter MVG-Bus vor, der umgebaut werden könnte. Die Bayernkaserne mit ihren Angeboten liege einfach zu weit außerhalb, sagte Ranft. Für den Bus stellt er sich keinen festen Standort vor, sondern „wechselnde an zentralen Plätzen oder auch in den Stadtvierteln, dort, wo sich viele Obdachlose aufhalten“.

Die Aussichten für die Initiative sind gut. Denn auch die SPD setzte sich gestern mit einem Antrag für einen Duschbus ein.

Sie will, dass der Betrieb durch die Träger der Wohnungslosen-Streetwork erfolgt.

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