Für den Englischen Garten: Park-Tunnel in Sicht

Durchbruch für eine Röhre am Englischen Garten: Die Allianz Umweltstiftung finanziert mit 150000 Euro eine Machbarkeitsstudie. Das Ziel: die Wiedervereinigung des grünen Areals
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Petra Lejeune und Hermann Grub vor ihrem Plan für einen Tunnel unter dem Isarring.
Rudolf Huber Petra Lejeune und Hermann Grub vor ihrem Plan für einen Tunnel unter dem Isarring.

MÜNCHEN - Durchbruch für eine Röhre am Englischen Garten: Die Allianz Umweltstiftung finanziert mit 150000 Euro eine Machbarkeitsstudie. Das Ziel: die Wiedervereinigung des grünen Areals

Der Englische Garten ist ihre große Leidenschaft: Erst kämpften Hermann Grub und Petra Lejeune gegen die Tram durch den Park. Jetzt findet die jüngste Idee der Münchner Architekten immer mehr begeisterte Anhänger: Ein Tunnel für den Englischen Garten, damit der Isarring ihn nicht mehr zerschneidet.

Nachdem sie im März die Idee präsentierten, haben sie jetzt zwei bedeutende Partner gefunden: Die Allianz Umweltstiftung gibt 150000 Euro für eine Machbarkeitsstudie. Sie kennen und schätzen sich gegenseitig: Bei einem Parkprojekt in Berlin haben sie schon zusammen gearbeitet. Das Planungsbüro Obermeyer wird diese Machbarkeitsstudie anfertigen. Das Büro hat im März für Grub und Lejeune die Grundidee skizziert. Obermeyer gehört zu den größten unabhängigen, deutschen Planungsgesellschaften im Bau. Aktuell betreut es den Tunnelbau am Luise-Kiesselbachplatz.

„Das ist ein entscheidender Durchbruch für das Projekt“, freut sich Hermann Grub. Im Frühjahr soll die Studie vorliegen. Darin wird stehen: Eine belastbare Kostenschätzung für den rund 350 Meter langen Tunnel (mit drei Spuren je Richtung), wo es Probleme gibt, wie der Verkehr zum Seehaus geregelt werden kann, Alternativen (wie eine Verlängerung bis zum Biedersteiner Tunnel), und wie die Bäche offengelegt werden können.

„Damit sind die Fakten auf dem Tisch, ob das Projekt realisiert werden kann“, sagt Lutz Spandau, Vorstand der Umweltstiftung: „Das versachlicht die Diskussion.“ Er ist von der Idee fasziniert, den Englischen Garten wieder zu vereinen. Er will sich an den Kosten für die Begrünung des Tunneldeckels beteiligen.

Überall findet das Projekt Zuspruch: Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon als Parkbesitzer ist dafür, im Rathaus haben Petra Lejeune und Hermann Grub ihr Projekt bei SPD, CSU, Grünen und FDP vorgestellt – und überall Zustimmung gehört.

Auch von OB Ude. Allerdings machen Ude und die SPD geltend, dass die Stadt dafür im Moment kein Geld habe. Der Bezirksausschuss und eine Bürgerversammlung waren einstimmig dafür. Denn er löst auch die Verkehrsprobleme am Isarring.

Am liebsten möchte Hermann Grub, dass der Tunnel zu den erhofften Olympischen Winterspielen 2018 fertig wird. Willi Bock

IDEENFINDER

Ein Herz für Grün in den Städten
Die Architekten Petra Lejeune und Hermann Grub engagieren sich weit über München hinaus für Grün in den Städten und haben einen ausgezeicheten Ruf.

Mit der Begrünung ihres Schwabinger Hinterhofs hatte 1974 alles angefangen. Ihr jüngstes Projekt: Die Renaturierung des Neckarraums auf 40 Kilometer. Ihr Prinzip: Selbst Ideen finden.

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