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Franziska Giffey in Berlin: Hinschauen, München!

Der AZ-München-Chef Felix Müller über Berlin und die Münchner SPD.
| Felix Müller
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Wie viel Dieter Reiter steckt in Franziska Giffeys Erfolgsrezept? Ziemlich viel. Bewusst die Mundart einsetzen, wenig Interesse an akademischen Debatten zeigen, gezielt die bodenständigen Milieus außerhalb der Altbau-Innenstadt-Bezirke ansprechen: So haben die beiden SPDler Großstädte gewonnen. München und Berlin - zwei Städte, spürbar geprägt von Zugezogenen, inzwischen vermeintlich natürliches Territorium der Grünen.

Franziska Giffey ist seit Dienstag tatsächlich Regierende Bürgermeisterin. Mit dem Anspruch, die Bürgermeisterin der "Kleinen Leute" zu sein, so wie es Reiters Vor-Vorgänger Schorsch Kronawitter in München ausgedrückt hat.

München muss die Zeit nach Dieter Reiter planen

Ganz konkret die Lebensbedingungen der Leute vor Ort verbessern zu wollen, ist eben immer noch ein erfolgversprechendes Programm - auch für die Münchner SPD, die die Zeit nach Reiter planen muss.

Denn es passt in diese Krisen-Jahre. Viel mehr als ein Party-Bürgermeister Wowereit, ein Schwabinger Schöngeist Christian Ude es täten - oder so manch junge öko-bewegten Grünen.

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Einzig ein Aspekt an Giffeys Erfolg irritiert aus hiesiger Sicht: Giffey distanziert sich von den Mieter-Bündnissen. Für sowas ist die Wohn-Lage in München für viele Durchschnittsverdiener viel zu ernst.

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