Feuerwerksverbot: München bereitet sich auf Silvesternacht vor

In der Innenstadt weisen die ersten Schilder schon auf das neue Böllerverbot in München hin. Wer trotzdem Raketen oder Kracher abfeuert, dem drohen heftige Geldstrafen. Eine Umfrage zeigt: Die Zeit der großen Böllerei scheint vorbei zu sein.
| AZ/dpa
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In der Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Stachus, plus am Viktualienmarkt und Rindermarkt gilt heuer Feuerwerksverbot, hier dürfen weder Raketen noch Böller mitgeführt und gezündet werden.
Djordje Matkovic 4 In der Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Stachus, plus am Viktualienmarkt und Rindermarkt gilt heuer Feuerwerksverbot, hier dürfen weder Raketen noch Böller mitgeführt und gezündet werden.
Neben dem Feuerwerksverbot in der Altstadt gilt auch in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings ein Böllerverbot: Dort sind zwar Raketen erlaubt, Kracher (mit "Knallfunktion") aber nicht.
Djordje Matkovic 4 Neben dem Feuerwerksverbot in der Altstadt gilt auch in der Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings ein Böllerverbot: Dort sind zwar Raketen erlaubt, Kracher (mit "Knallfunktion") aber nicht.
Wer sich nicht an das neue Feuerwerksverbot hält, dem drohen Geldstrafen von bis zu 1000 Euro.
Djordje Matkovic 4 Wer sich nicht an das neue Feuerwerksverbot hält, dem drohen Geldstrafen von bis zu 1000 Euro.
Überall in der Innenstadt weisen Schilder auf das neue Feuerwerksverbot in München hin.
Djordje Matkovic 4 Überall in der Innenstadt weisen Schilder auf das neue Feuerwerksverbot in München hin.

München - Der Silvesterabend steht vor der Tür, die neue Böller-Verordnung in München ist jetzt schon da. In der Fußgängerzone hat die Stadt bereits Schilder angebracht, die auf das neue Feuerwerksverbot hinweisen. Heuer gelten in der Landeshauptstadt strengere Regeln für die Böllerei zum Jahreswechsel.

Innerhalb des Mittleren Rings ist das Abfeuern von Krachern mit Knallfunktion grundsätzlich verboten. Raketen sind in der Umweltzone des Rings jedoch noch erlaubt. Die Ausnahme bildet die Altstadt. In der Fußgängerzone, rund um den Marienplatz und am Viktualienmarkt herrscht ein absolutes Feuerwerksverbot.

Diese Strafen drohen bei Verstößen gegen das Böller-Verbot 

Wer sich nicht daran hält und trotzdem Böller oder Raketen abfeuert, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Die Polizei wird in der Verbotszone der Münchner Innenstadt in der Silvesternacht verstärkt Kontrollen durchführen. Auch das Mitführen von Krachern, Böllern und Raketen ist in der Verbotszone untersagt. Je nach Schwere des Verstoßes drohen Feuerwerksanhängern Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro.

Auch außerhalb der Feuerwerksverbotszonen gibt es Regeln, die den Abschuss von Raketen und Böllern klar vorgegeben. So ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden grundsätzlich verboten, wie es das deutsche Sprengstoffgesetz (§23) vorschreibt.

Hälfte der Bayern sind für ein Verbot von Feuerwerk

Die neuen, strengeren Regeln begrüßt übrigens jeder Zweiter in Bayern. 51,7 Prozent befürworten ein generelles Verbot von Feuerwerk. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag des "Bayerischen Rundfunks" hervor. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) sprachen sich den Angaben zufolge dagegen aus. Alle anderen Befragten hatten keine eindeutige Meinung.

In Bayern sind in diesem Jahr in vielen großen Städten Feuerwerke zumindest in bestimmten Gebieten verboten. Nicht nur in München gilt erstmals ein Feuerwerksverbot in der Altstadt. Auch in Augsburg gibt es in der Innenstadt schon seit vielen Jahrzehnten ein Böllerverbot, 2017 wurde es erweitert. Auch in Ingolstadt sind Feuerwerke in der gesamten Altstadt untersagt. In Nürnberg, Bamberg, Freising, Landshut, Fürth und Würzburg gelten ebenfalls Teilverbote, dagegen darf in Regensburg weiter überall geböllert werden.

Nicht nur in München gibt es ein Feuerwerksverbot 

Der Umfrage zufolge gehen die Meinungen der Bayern aber bei dem Thema weit auseinander und variieren insbesondere zwischen jung und alt. Während sich nur 44 Prozent der 18- bis 29-Jährigen für ein Verbot aussprachen, waren es bei den über 65-Jährigen fast 61 Prozent. Bei den 30- bis 65-Jährigen ist die Verteilung dagegen recht ausgewogen – die Zahl der Verbotsbefürworter ist sogar leicht in der Unterzahl. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Bei Frauen sind mehr als 54 Prozent für ein Verbot, bei den Männern nur gut 49 Prozent.

Angesichts der aktuellen Debatten zum Umwelt- und Klimaschutz erklärten fast zwei Drittel (64,5 Prozent), auf das Zünden zu verzichten. 31,3 Prozent wollen dennoch weiterhin böllern.

Lesen Sie auch: Böller-Boom trotz Verbots in München?

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