Kommentar

Europameisterschaft in München: EMotionaler Kuhhandel

Krischan Kaufmann, der stellvertretende Sportchef der AZ, über die EM-Entscheidung.
| Krischan Kaufmann
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Ein paneuropäisches EM-Turnier ohne Austragungsort in Deutschland – nein, das wäre doch eigentlich unvorstellbar. Genauso unvorstellbar ist allerdings auch, in der aktuellen Pandemielage Fans in den Stadien zuzulassen.

Und dennoch hat die UEFA, getrieben von finanziellen Interessen, sprich Zuschauereinnahmen, bis zuletzt versucht, diesen (Stand heute) epidemiologischen Irrsinn mit allen Mitteln durchzusetzen. Ohne Zuschauer keine EM – Bilbao und Dublin lassen grüßen!

EM-Spielort München: Welche Rolle spielt Rummenigge?

Dass München als einziger der drei Wackelkandidaten nun doch seinen Status als Turnier-Stadt behält, ist womöglich auch dem Verhandlungsgeschick von Bayerns Vorstandsvorsitzendem und neuem UEFA-Exekutivkomitee-Mitglied Karl-Heinz Rummenigge zu verdanken – ganz sicher aber der Angst der UEFA, den DFB auf offener Bühne zu brüskieren und damit das Verhältnis zu ihrem größten Mitgliedsverband, der auch noch Ausrichter der EM 2024 ist, nachhaltig zu zerstören.

Mit der "Zuschauergarantie light", maximal 14.500 Fans bei den Spielen in der Allianz Arena zuzulassen, im schlechtesten Fall aber auch gar keine, können nun beide Seiten ihr Gesicht waren. Ein Sieg der Vernunft? Von wegen! Bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, dass hier ein gescheiterter Erpressungsversuch lediglich mit einem EMotionalen Kuhhandel kaschiert wurde.

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