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Bestätigt: München bleibt Gastgeber der Fußball-EM!

München bleibt Gastgeber bei der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Sommer. Wie viele Fans in der Allianz Arena letztendlich dabei sein können, ist aber noch unklar.
| AZ/dpa
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München kann im Kampf um seine EM-Partien doch noch auf ein glückliches Ende nach einer extralangen Zitterpartie hoffen.
München kann im Kampf um seine EM-Partien doch noch auf ein glückliches Ende nach einer extralangen Zitterpartie hoffen. © picture alliance / dpa

Nyon/München - Die Zitterpartie ist beendet, München bleibt Spielort der Fußball-Europameisterschaft!

Die Europäische Fußball-Union UEFA bestätigte die bayerische Landeshauptstadt am Freitag als Ausrichter der drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie eines Viertelfinales mit jeweils mindestens 14.500 Zuschauern.

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Deutsche Gruppenspiele in der Allianz Arena

Die UEFA hatte zuvor vorgegeben, dass es trotz der Corona-Pandemie keine Geisterspiele bei dem EM-Turnier geben soll. Joachim Löw kann bei seinem Abschiedsturnier mit der DFB-Auswahl nun für eine Heim-Gruppenphase planen. Die Nationalmannschaft will am 10. Juni ihr Teamquartier in Herzogenaurach beziehen. Von dort sind kurze Wege zu den drei Gruppenspielen nach München gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) ein Vorteil.

In der K.o.-Phase ginge es für die DFB-Auswahl dann kreuz und quer durch Europa. Auch das Viertelfinale am 2. Juli soll in München stattfinden. Dieses K.o.-Spiel hatte bis zuletzt besonders auf Kippe gestanden, da sich die UEFA an einem anderen Spielort mehr Zuschauer erhofft hatte. Die DFB-Elf würde laut Spielplan aber nur als Gruppendritter zu einem Viertelfinale nach München zurückkehren.

Bilbao und Dublin verlieren im Gegensatz zu München ihre Gastgeberrolle, wie UEFA-Exekutivmitglied Zbigniew Boniek bei Twitter mitteilte.

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Die Spiele würden nach Sevilla und St. Petersburg verlegt. In Bilbao hatten die örtlichen Organisatoren schon am Mittwochabend verkündet, die UEFA habe ihnen die dort geplanten Spiele entzogen. Die Teams aus Polen, Schweden und der Slowakei müssen somit in der Gruppenphase zwischen Russland und Spanien pendeln.

Kurz vor der Entscheidung durch das UEFA-Exekutivkomitee hatte der DFB schon von "positiven Vorzeichen" berichtet. Die Regierung des Freistaats Bayern habe "ihr Einverständnis mit dem Leitszenario erklärt, das der DFB gemeinsam mit der Stadt München und den zuständigen Ämtern und Behörden in den vergangenen Monaten erarbeitet hat", teilte der Verband mit. Aus der Staatskanzlei in München oder von der UEFA gab es hierzu aber noch keine Bestätigung.

Mindestens 14.500 Zuschauer in München?

Demnach könnte für die Partien in der Allianz Arena trotz der Corona-Pandemie mit einer Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern geplant werden. Damit würden ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt im Sommer erstmals in diesem Jahr bei einem Fußballspiel wieder Fans zugelassen sein. "Die grundsätzliche Unterstützung für das Turnier wird dadurch aufrecht erhalten und mit der verantwortungsvollen Beobachtung der Entwicklung der Pandemie verbunden", hieß es vom DFB.

Behörden geben weiterhin keine Zuschauer-Garantie

Doch am Freitag gaben weder der DFB noch die bayerische Staatsregierung eine Zuschauer-Garantie für die EM: Die DFB-Spitze hat trotz der UEFA-Bestätigung die Zulassung von Zuschauern bei den vier Spielen der Fußball-Europameisterschaft noch offen gelassen. Verbandschef Fritz Keller begrüßte den Beschluss als wichtiges Signal und sagte in einer Mitteilung, die Partien könnten "vielleicht sogar vor Publikum" stattfinden, "wenn es die pandemische Entwicklung zulässt".

Ähnlich äußerte sich Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). "Alles ist vorbehaltlich der pandemischen Lage", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Spiele seien ja erst in rund zwei Monaten und daher müsse dann wie bei allen anderen Dingen vorher geschaut werden, welche Lockerungen möglich seien. "Aber es gibt keine Garantie, dass die Spiele schon jetzt mit Zuschauern geplant werden können."

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) betonte am Freitag nochmal, dass es keine Zuschauer-Garantie für die EM-Spiele geben würde. "Ich freue mich, dass die UEFA offenbar freundlicherweise eingesehen hat, dass München auch ohne Zuschauergarantien ein attraktiver Standort ist", sagte der SPD-Politiker. Er sei glücklich, dass München einer von nun elf Ausrichtern des paneuropäischen Turniers vier Spiele präsentieren kann. "Ob das vor Zuschauern und vor wie vielen ist, das konnte ich schon vor einer Woche nicht sagen und das kann auch heute niemand sagen. Deswegen gab es bis zum heutigen Tag keine Zuschauergarantien", sagte Reiter.

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Die UEFA hatte zumindest eine Teilauslastung der zwölf EM-Arenen zur Bedingung gemacht und von neun internationalen Spielorten dafür schon Zusagen erhalten. Die Entscheidung über die München-Frage hatte die UEFA am Montag noch einmal verschoben, um den deutschen Gastgebern eine weitere Chance für Nachbesserungen einzuräumen.

Stadt München legte drei Fan-Szenarien vor

Die bayerische Landeshauptstadt hatte eine feste Zusage für Publikum bisher verweigert und drei mögliche Szenarien veröffentlicht. Diese reichten von Geisterspielen bis maximal 27.000 Zuschauer. Das Bundesinnenministerium und die Bayerische Staatskanzlei hatten Ende der vergangenen Woche in Schreiben an den DFB bekräftigt, dass es für EM-Spiele vor Zuschauern keine Garantien für diesen Sommer geben werde.

London, Glasgow, Amsterdam, Kopenhagen, Budapest, Bukarest, St. Petersburg, Baku und Rom hatte die UEFA bereits mit verschiedenen Angaben zu den möglichen Auslastungen der Stadien aufgelistet. Der Münchner Partnergastgeber Ungarn will in Budapest sogar Spiele vor vollen Rängen ermöglichen. Auch die britische Hauptstadt London hofft, das Finale am 11. Juli in einem vollen Wembley-Stadion ausrichten zu können. 

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