Wo Sternekoch Jan Hartwig gerne Schnitzel in München isst

Wo gehen Münchner Sterneköche essen, wenn sie mal selbst nicht am Herd stehen wollen? Diese Frage haben jetzt mit Jan Hartwig, Benjamin Chmura und Jürgen Wolfsgruber drei Stars der Spitzenküche beantwortet.
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Münchens derzeitig einziger und unerreichter Dreisternekoch: Jan Hartwig (42), der in seinem eigenen Restaurant Jan für Feinschmecker-Genüsse sorgt.
Münchens derzeitig einziger und unerreichter Dreisternekoch: Jan Hartwig (42), der in seinem eigenen Restaurant Jan für Feinschmecker-Genüsse sorgt. © Fritz Busiek

Wo geht man in München am besten zum Essen aus? Eine schwierige Frage, auf die es je nach Anlass, Budget und Laune ganz unterschiedliche Antworten geben kann. Eines ist aber klar: Gute Gastro-Tipps nimmt man in München immer gerne mit. Wenn sie dann noch von Münchens Sterneköchen kommen, hört man ganz genau hin. Zuletzt hatte Tim Raue verraten, wo es in der Stadt (ok, der Flughafen ist nicht ganz Stadtgebiet) die beste Weißwurst geben soll

Jetzt hat der Youtuber und sogenannte Foodfluencer Tizian Schmid – der Mann kümmert sich auf seinen Social-Media-Kanälen unter dem Namen "Schmiddi Schmeckts" ums leibliche Wohl – Münchner Spitzenköche nach ihren "bezahlbaren" Lieblingsrestaurants gefragt. Bezahlbar setzen wir hier besser in Anführungszeichen, denn ein Sternekoch hat von weiter oben doch einen etwas anderen Blick auf die Preise auf der Speisekarte. 

Günstig(er) essen in München: Das empfiehlt Sternekoch Jan Hartwig

Jan Hartwig ist der Meister der Sterne in München. Sein Jan in der Luisenstraße ziert drei Michelin-Sterne. "Hier hat man sich fest in der internationalen Top-Liga etabliert!", urteilt der renommierte Guide. Und wo geht der Chef privat gerne essen? Ins Weinhaus Neuner, wie er verrät: "Gute Stimmung, casual – da gehe ich gerne mal hin", sagt der Spitzenkoch. Seine Empfehlung vor Ort? Die ist ganz klassisch: Wiener Schnitzel.

Das Restaurant, das sich selbst als ältestes Weinhaus Münchens bezeichnet, befindet sich in der Herzogspitalstraße 8, also mitten im Zentrum, parallel zur Neuhauser Straße.  Das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Kartoffelsalat mit Speck oder Bratkartoffeln und, so steht es geschrieben, handgerührter Preiselbeer-Meerrettichsahne gibt es für 39 Euro. Nicht ganz günstig, aber dafür eine Empfehlung von einem der besten Köche Münchens. Und: Der Preis ist noch etwas weiter von den 70 Euro entfernt, die Kollege Johann Lafer als fair für die dünngeklopfte Spezialität aufrufen würde.

Mehr Informationen gibt es hier unter weinhaus-neuner.de

Die Empfehlung des Tantris-Kochs: Chinesische Küche in der Maxvorstadt

Weiter geht es zum nächsten Günstig-Tipp: Was empfiehlt Benjamin Chmura? Er führt sei 2021 die Küche des Tantris  – eine Institution in München, die mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist. Wenn es mal nicht um Fine Dining geht, was empfehlt Chmura dann? Sein Tipp ist das Fuyuan in der Augustenstraße 21.  Und das Gericht seiner Wahl? Knusprige Reisbällchen gefüllt mit Schweinebauch, getrockneten Garnelen und Erdnüssen. "Das ist mega. Knusprig, klebrig, chewie… da braucht man nichts anderes", urteilt der Tantris-Koch.

Das Video aus dem Youtube-Kanal "Schmiddi Schmeckts"

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Nicht nur kulinarisch, auch preislich bewegen wir uns hier in anderen Bereichen als im Weinhaus Neuner. Das Restaurant in der Maxvorstadt, nicht weit weg von der LMU, bietet studentische Preise. Chmuras Empfehlung kostet laut Karte nur 5,90 Euro. Dafür dürfte man von den Reisbällchen als vollwertige Mahlzeit aber mehr bestellen müssen.  Auf dem Teller des Foodfluencers vom Kanal "Schmiddi Schmeckts" landen drei der gefüllten Teigtaschen. 

Statt Koch: Diesen Beruf hätte Chmura sonst ergriffen 

Der Influencer kann Chmura noch ein weiteres Geheimnis entlocken: Was wäre der geworden, wenn nicht Koch. Chmuras Antwort: "Sportjournalist". Für welche Mannschaft er persönlich flambiert? Den FC Bayern München, natürlich.

Sternekoch Jürgen Wolfsgruber: Hier gibt's "Riesenportionen"

Weiter geht es zum nächsten Spitzenkoch: Jürgen Wolfsgruber. Der Österreicher hat inzwischen vier Läden in München – ganz frisch eröffnet ist das Fogosch – spezialisiert auf Fisch. (Die AZ war schon vor Ort und durfte testen) Das Sparkling Bistro in der Amalienstraße 89 war sein erster Aufschlag in München und hat seit Jahren einen Michelin-Stern. Das Tschecherl, ein österreichisches Bistro, gegenüber seiner ersten Location und das Obers in Gern folgten, mit Erfolg. Welche Empfehlung gibt von Wolfsgruber? Der hat zwei parat, aber beide liegen außerhalb der Stadt. Für München wollte der Spitzenkoch dann wohl doch keinen Tipp abgeben. Zu heiß?

Bei Nummer eins ist Wolfsgruber ganz spezifisch. Sonntagmittag ins Wirtshaus Kreuzeder in Erding, sagt der Chef vom Sparkling Bistro, aber  "aufpassen, weil das Riesenportionen sind". Die Preise vor Ort sind fair, der Ochsenbraten kostet etwa nur knapp unter 20 Euro. Das Haus bietet zünftige bayerischen Küche.   
Mehr Infos zum Wirtshaus gibt es hier auf der Webseite: wirtshaus-kreuzeder.de 

Sein zweiter Tipp ist ein Thailänder, das Sala Thai in Gräfelfing.  Die Preise sind mit einem Blick auf die Speisekarte moderat. Die Hauptgerichte liegen zwischen 15 und 25 Euro.  Eine konkrete Empfehlung hatte Wolfsgruber nicht für die thailändische Küche, aber nach dem Testessen mit Laab Gai, ein scharfer Hühnchensalat, ist für den Foodfluencer zumindest klar: Das Restaurant landet auf Platz eins der Sterne-Empfehlungen. Auf Platz zwei folgt das Fuyuan in der Maxvorstadt und auf Platz drei das Weinhaus Neuner. 

Mehr Informationen zum Sala Thai finden Sie hier unter thaipavillon.de

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  • Attenkofer media vor 58 Minuten / Bewertung:

    Hat Thoru in der Schreiberei keine drei Sterne mehr?

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