Weihenstephaner Wirtshaus am Platzl eröffnet: Staatsbier und moderne Wirtshausküche

Mit Staatsbier, moderner bayerischer Küche und prominenter Polit-Prominenz eröffnet das Weihenstephaner am Platzl. Im neuen Wirtshaus der Familie Zinner wird Trinken zur Investition in den Staat – und ein Klassiker wie der "Schweinzi" neu interpretiert.
Ruth Frömmer
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So sehen die frisch gebackenen Wirte vom Weihenstephaner am Platzl aus (v.l.):  Cornelia, Sebastian und Ferdinand Zinner stoßen auf ihr Wirtshaus direkt neben dem Hofbräuhaus an.
So sehen die frisch gebackenen Wirte vom Weihenstephaner am Platzl aus (v.l.): Cornelia, Sebastian und Ferdinand Zinner stoßen auf ihr Wirtshaus direkt neben dem Hofbräuhaus an. © Daniel von Loeper

Da kann sich OB Dominik Krause (Grüne) was abschauen: Ein Schlag, und Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) hatte das Fass zur offiziellen Eröffnung des Weihenstephaner am Platzl angezapft. Und das wurde mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und vor allem der Nachbarschaft am Platzl gebührend gefeiert. Zwar hatte Ministerpräsident Markus Söder seine Teilnahme kurzfristig abgesagt, aber das tat der Laune von Brauereidirektor Josef Schrädler keinen Abbruch.

"Endlich!", ruft er, "ich freue mich, ein Stück vom Weihenstephaner Berg und seiner besonderen Atmosphäre nach München zu bringen", und auch Blume spricht von Glücksgefühlen. "Neben Wissenschaft und Kultur gehört nun auch ein Wirtshaus in meinen Aufgabenbereich – das nenne ich mal eine moderne Weiterentwicklung!"

Trinken als Investition in den Staat

In die Rolle von Markus Söder schlüpfte der Kabarettist Wolfgang Krebs – und der lieferte überzeugende Argumente für den Wirtshaus-Besuch. Die älteste Brauerei der Welt Weihenstephaner ist wie Hofbräu staatlich. "Hier Trinken ist eine Investition in öffentliches Eigentum", so Söder alias Krebs. 5,80 Euro kostet die Halbe, so viel wie nebenan im Hofbräuhaus.

Betrieben wird das neue Wirtshaus von der Familie Zinner. Gastgeber ist Ferdinand Zinner, in der Küche steht sein Bruder Sebastian. Der ist mit Cornelia Zinner verheiratet. Die hat in Weihenstephan ihre Brauer-Ausbildung gemacht und kümmert sich – natürlich – ums Bier. Dazu hat sich ihr Mann Sebastian eine moderne bayerische Speisekarte ausgedacht. Der Klassiker Schweinebraten (18,50 Euro) heißt hier "Schweinzi" und kommt mit gebratenem Spitzkohl, Kartoffelfrischkasknödel, Doppelbock-Soße und Kracherl auf den Teller. Daneben gibt's auch einige vegetarische Hauptspeisen.

Platzl 6-8
täglich 11.30 bis 0 Uhr

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  • Exilloewe III vor 8 Minuten / Bewertung:

    Mit 'Kracherl'? Echt? Wer hier weiß jetzt nicht, was ein 'Kracherl' ist?

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