Schwarz-Weiß-Neon

In Schwabing hat ein neuer Club eröffnet. Mit dem "DeNiro" soll endlich wieder Leben in das ehemalige „Babalu“ an der Leopoldstraße einkehren.
| Thierry Backes
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Blick auf die Bar im neuen „DeNiro“: Ausgeschenkt werden hier die üblichen Club-Drinks, etwa Jacky Cola für 8,50 Euro oder ein Hugo für 6 Euro.
Philipp Stengelin Blick auf die Bar im neuen „DeNiro“: Ausgeschenkt werden hier die üblichen Club-Drinks, etwa Jacky Cola für 8,50 Euro oder ein Hugo für 6 Euro.

In Schwabing hat ein neuer Club eröffnet. Mit dem "DeNiro" soll endlich wieder Leben in das ehemalige „Babalu“ an der Leopoldstraße einkehren.

Es gab Zeiten, da war die Leopoldstraße das Epizentrum des Münchner Nachtlebens. Im „Big Apple“ etwa gab Jimi Hendrix Ende 1966 sein erstes Deutschland-Konzert (vor nur halb vollem Haus), im „PN Hithouse“ eine Haustür weiter spielten die Kinks und die Hollies, die Top-Acts der British Invasion. Im „Café Capri“ war es stets so voll, dass man seinem Nachbar auf die Füße trat, und auch die „Babalu Bar“ an der Ecke Ainmillerstraße atmete den Geist Schwabylons.

Über die Jahrzehnte verlor die Leopoldstraße aber an Attraktivität, zumindest für Partygänger. 1994 schloss auch das Babalu. Seitdem wurde es mehrmals wiedereröffnet, meist unter einem neuen Namen („Prager Frühling“, zuletzt „Nikkii“). Doch den alten Status hat die Location nie mehr erreicht, bis jetzt zumindest. Nun probiert es Florian Baier (32), er will den Laden zu neuem Ruhm führen.

Am vergangenen Wochenende hat er das „DeNiro“ eröffnet, sechs Tage nach der letzten Party im Nikkii. Der Clubbetreiber („Club 4“, „Addicted II“) und Hiphop-Veranstalter will seine Bar „stylisher“ haben, er hat zuerst alles Gold aus dem Nikkii verbannt und setzt auf die Farben Schwarz und Weiß.

An den Wänden im DeNiro hängen spiegelnde dunkle Glasscheiben, die den Club größer erscheinen lassen. Die Decke hat Baier weiß gestrichen, sie kann abends von LED-Streifen in buntes Neonlicht getaucht werden. Der Clou aber sind die schwarzen Fliesen am Boden, die Baier hat imprägnieren und wachsen lassen, damit man darauf nicht ausrutschen kann. „So etwas gibt es in einem Club sonst nicht“, sagt er.

Im DeNiro soll freitags und samstags gefeiert werden, mittelfristig auch donnerstags. Freitag ist Elektro-Tag: Für die „Calling“-Reihe arbeitet Florian Baier mit dem Veranstalter Melih Ask zusammen, der den einen oder anderen internationalen DJ ins Haus holen soll. Um die Hiphop-Reihe am Samstag kümmert Baier sich selbst, auch er will für Prominenz an den Plattentellern sorgen. Donnerstags sollen die Studenten kommen, dafür arbeitet Baier noch an einem „Getränkekonzept“.

Im DeNiro werden die üblichen Club-Drinks angeboten, das Augustiner (0,33l) etwa kostet 3,50 Euro, ein Vodka Red Bull 8 Euro. Die Ein-Liter-Flasche Ciroc Vodka gibt es für 129 Euro, als Eintritt sind laut Florian Baier je nach Veranstaltung 6 bis 10 Euro zu entrichten.


Leopoldstraße 27, Fr. und Sa. ab 23 Uhr

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren